Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich vom Blut ihres Wirts ernähren. Ihre Entwicklung verläuft nach dem Schlüpfen vom Larvenstadium über das Nymphenstadium bis hin zur ausgewachsenen Zecke. Bereits die Larven leben räuberisch und befallen vorwiegend kleine Säuger, zum Beispiel Mäuse. Nachdem sie sich bei ihrem Wirt mit Blut voll gesogen haben, verlassen sie ihn und häuten sich.
Danach entwickelt sich die Larve zur geschlechtslosen Nymphe. Nymphen sind nur ungefähr 1,5 mm groß. Die Nymphe hält sich bevorzugt im Unterholz, an Gräsern oder auch an Sträuchern auf. Das gilt auch für die ausgewachsene Zecke, die solche Standorte liebt und deshalb nicht nur an Wegen und in Wäldern zu finden ist, sondern oft genug auch im heimischen Garten. Wenn die Nymphe Blut aufgenommen hat, wird sie zur geschlechtsreifen Zecke. Es bestehen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Weibchen sind wesentlich blutgieriger, weil sie die Nahrung zur Produktion von Eiern benötigen. Zecken sind aber auch echte Hungerkünstler. Unter ungünstigen Bedingungen können sie bis zu zwei Jahre lang fasten.
Die bekannteste Zeckenart im mitteleuropäischen Raum ist die Schildzecke, die auch unter dem Namen Holzbock bekannt ist. Zeckenbisse sind nicht einmal schmerzhaft, sondern jucken häufig nur ein wenig. Besonders fatal ist aber, dass die Zecke gefährliche Krankheiten überträgt wie Frühsommer-Meningoenzephalitits und Lyme-Borreliose. Deshalb sollten sich Spaziergänger durch angemessene Kleidung gut vor Zeckenstichen schützen.
Eingetragen am: Sonntag, 17. Januar 2010 | Kategorie: Medizin.