Was ursprünglich als Arbeitsschuh der Cowboys entworfen und gefertigt wurde ließ im Laufe der Zeit außerhalb Amerikas einen neuen Trend entstehen. Ehemals für die tägliche Arbeit der Cowboys zu Pferde mit dem Vieh musste der Cowboystiefel zuerst jedoch vor allem praktischen Anforderungen genügen. Dadurch entstanden an den Lederstiefeln die bekannten Details wie die rahmengenähte, glatte Ledersohle und der keilförmige Absatz. Beides sollte vor allem für guten Halt im Steigbügel sorgen. Der Absatz des Stiefels sollte zusätzlich Verletzungen beimSturz verhindern. Er diente deshalb in erster Linie dazu, ein durchrutschen des Fußes bei Stürzen zu verhindern. Auch die, von modebewussten Cowboystiefel- Trägern begehrten Ziernähte an den Stiefelschäften haben einen praktischen
Ursprung. Sie verbinden mehrere Schichten Leder miteinander und sorgen so für zusätzliche Stabilität und Schutz vor den Tritten allzu wilden Viehs.
Als der Trend der Westernstiefel nach Europa kam, legten modebewusste Menschen jedoch vor allem auf das Aussehen gesteigerten Wert, weniger auf den praktischen Nutzen. Dies veranlasste die Hersteller der Lederstiefel dazu, die Nähte und Materialien immer kunstvoller und aufwändiger zu kombinieren und so neue, modische Kreationen zu schaffen. Diese sind für den ursprünglichen Zweck der Cowboystiefel längst nicht mehr geeignet, bieten ihren Trägern jedoch die Möglichkeit ein Stück amerikanisches Lebensgefühl zu genießen.
Viele Fans der auffallenden Westernstiefel verbinden mit dem Schuhen vor allgemein Gefühl von Freiheit und Wildnis. Wie jeder andere Modetrend auch, dienen die Cowboystiefel vor allem dazu, sich von der Masse der Menschen abzuheben, und Individualität zu zeigen. Die angebotene Modellvielfalt und unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten mit Hosen und Röcken schaffen zusätzlichen Raum für eigene Ideen. Elemente der Cowboystiefel finden sich auch bei vielen anderen Damenstiefeln.
Eingetragen am: Montag, 29. Juni 2009 | Kategorie: Schuhe.