Hingegen des Eindrucks, welcher durch die, vor allem umgangssprachlich, gleich verwendeten Begriffe Corsage und Korsett erzeugt wird, haben die beiden Kleidungsstücke bei genauerem Hinsehen wenig gemeinsam.

Während die Corsage, vor allem als Unterwäsche bekannt ist und gerne getragen wird, stellt es lediglich ein Kleidungsstück dar, welches den Oberkörper einer Frau eng umschließt und durch seitlich eingearbeitete Versteifungen den BH ersetzt, ist ein Korsett dazu gedacht, den Körper tatsächlich zu Formen. Aus diesem Grund sind Korsetts stärker und an vielen Stellen versteift. Sie verfügen außerdem über eine Schnürung, welche es ermöglicht, die Kleidungsstücke sehr eng zusammen zu zeihen. Dies erzeugt je nach stärke der Schnürung und wünschen der Trägerinnen eine individuelle Formung des Oberkörpers.

Korsetts wurden vor allem in den Anfangszeiten der Mode im 16. Jahrhundert getragen und verschwanden nach dem ersten Weltkrieg nahezu ganz aus den Kleiderschränken der Damen. Heute trägt kaum noch jemand ein Korsett. Diese sind nur noch von für Aufführungen früher Theaterstücke oder aber als erotische Spielerei gebräuchlich.

Die Corsage hingegen wird immer noch gerne und in unterschiedlichen Formen getragen. Vor allem drei Variationen sind hierbei bekannt. Zum einen ist die Corsage als Unterwäsche, gerne kombiniert mit Strumpfhaltern der erotische Hingucker unter den Dessous. Aber auch als Oberteil von edeln Kleidern wird sie von Modeschöpfern gerne genutzt. Dies geschieht vor allem bei Cocktailkleidern. Corsagen sind hier fest mit dem Rock vernäht und werden so Bestandteil eines Kleidungsstückes. Zusätzlich wird die Corsage in der Abendgarderobe gerne auch als eigenständiges Oberteil mit Hosen und Röcken kombiniert, um der Trägerin ein auffallend edles Outfit zu verschaffen

Dieser Fachartikel passt thematisch zu Abendgarderobe, BH, Corsage, Damenmode, Damenunterwäsche, Dessous, Korsett, Unterwäsche.
Eingetragen am: Montag, 29. Juni 2009 | Kategorie: Dessous.