Für eine Haartransplantation entscheiden sich Betroffene vielfach, wenn es genetisch oder hormonell bedingt bzw. durch Krankheit oder Unfall zu verstärktem Haarausfall kommt und sich der Haarwuchs nicht von selbst wieder reguliert. Da für viele Männer und Frauen Haarlosigkeit nicht nur ein ästhetisches Problem darstellt, sondern oft genug auch eine extreme psychische Belastung damit einhergeht, wird die Haartransplantation in Erwägung gezogen.
Fremdhaar oder künstlich hergestelltes Haar zu transplantieren, um dem Haarausfall entgegenzuwirken, birgt, wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, mitunter Risiken für den Patienten. Aus diesem Grund wird heute bei entsprechenden Operationen oft der Methode der Eigenhaartransplantation der Vorzug gegeben. Hierbei wird noch vorhandenes Haar des Patienten, in der Regel aus den Arealen am Hinterhaupt, zum Zwecke einer gleichmäßigeren Verteilung versetzt. Die Behandlung selbst dauert normalerweise mehrere Stunden an und wird üblicherweise in lokaler Anästhesie durchgeführt. Die so genannte Streifen- oder Strip-Technik ist eine Möglichkeit der Haartransplantatentnahme. Bei dieser Methode wird ein Hautstück vom Hinterkopf abgezogen, wobei möglichst wenig Haarwurzeln im Randbereich beschädigt werden sollten. Danach wird das Transplantat aufbereitet und später an die gewünschte Stelle in der Kopfhaut eingesetzt.
Da es sich bei dieser Form der Haartransplantation um Eigenhaartransplantate handelt, werden diese im Normalfall von der Kopfhaut angenommen. Innerhalb von wenigen Tagen sollte das Anwachsen erfolgen. Bei üblichem Verlauf kommt es im Zuge der Heilung anschließend zur Schorfbildung. Obwohl bereits in vielen Fällen gute Ergebnisse mit der Eigenhaartransplantation erzielt wurden, ist es möglich, dass das Haar nach dem Eingriff nicht dicht genug wächst. In solchen Fällen wird zuweilen eine weitere Haartransplantation notwendig. Diese kann jedoch erst nach einem halben Jahr erfolgen. Eine Haartransplantation ist nicht für jeden Patienten geeignet. Bei bestimmten Krankheitsbildern, zum Beispiel bei einer Autoimmunerkrankung, ist hiervon abzuraten.
Eingetragen am: Montag, 22. Oktober 2007 | Kategorie: Schönheitschirurgie.