Gerade Altbauten weisen oft erhebliche Defizite in punkto Wärmedämmung auf, wodurch einerseits für Gebäudebesitzer höhere Heizkosten anfallen und andererseits die Umwelt belastet wird. Mit einer nachträglichen Kerndämmung in Form der Einblasdämmung können auch Altbauten effizient gedämmt werden.

Die Einblasdämmung kommt überall dort zum Einsatz, wo herkömmliche Dämmverfahren nicht möglich sind. Es sind dafür keine aufwändigen Umbauarbeiten notwendig und attraktive Fassaden bleiben erhalten. Die Zwischenräume im Mauerwerk werden nachträglich gedämmt, indem Füllstoffe eingeblasen werden. Zunächst muss geprüft werden, ob die vorhandenen Hohlschichten ausreichend groß sind. Wenn dies der Fall ist, bohren Mitarbeiter spezialisierter Fachbetriebe Löcher in das Mauerwerk. Die Bohrlöcher sind circa 2,3 Zentimeter groß und werden in einem Abstand von ungefähr drei Meter in die Hausfassade gebohrt. Durch diese Öffnungen wird das Dämmmaterial, beispielsweise Blähperlite, mit Hochdrucktechnik und über einen Schlauch in den Hohlraum eingeblasen. Nach dem Einbringen der Füllstoffe werden die Bohrlöcher wieder verschlossen, die Fassade ist in ihrem Aussehen nicht beeinträchtigt.

Weil zwischen zwei Mauerwerken gedämmt wird, spricht man bei der Einblasdämmung auch von einer Kerndämmung. Das Dämmen geht relativ zügig vonstatten. Fachbetriebe sind oft schon in der Lage, innerhalb von zwei Tagen die Hohlräume zu verfüllen. Häufig genutzte Einblasdämmstoffe sind zum Beispiel Perlite, Zellulose-Flocken oder Holzfasern.

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Eingetragen am: Sonntag, 17. Januar 2010 | Kategorie: Hausbau.