Biomöbel sind, wie alles was „Bio“ ist, Vertrauenssache. Letztlich funktioniert das Ganze nur, wenn vom Lieferanten der Einzelkomponenten, über den Hersteller, den Händler bis zum Kunden ein Vertrauensverhältnis besteht, das auch Pressestürmen standhält. Natürlich gibt es Ökosiegel und Zertifizierungen, aber auch diese sind nur ein Mosaikstein im Vertrauensverhältnis, das der Verkäufer von Biomöbeln zu seinem Kundenkreis aufbauen muss.
Wer Biomöbel kauft ist ein Überzeugungstäter. Er tut dies und zahlt in den meisten Fällen einen höheren Preis, als für ein gleichartiges Möbelstück aus konventioneller Produktion, weil er seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten will, weil er auf seine Gesundheit achtet, oder weil er einfach der Überzeugung ist, bei Biomöbeln eine bessere Qualität zu bekommen, als anderswo. Letzteres kann man sicher in den meisten Fällen nur unterstreichen. Auch wenn Biomöbel heute „von der Stange“ zu kaufen sind, so hat ihre Produktion doch in den meisten Fällen einen engeren Bezug zu handwerklicher Tradition und Qualität, als die Ware aus dem Möbelhaus oder sogar vom Möbeldiscounter.
Qualitativ hochwertige Verarbeitung und weitgehend umweltverträglich produzierte Materialien sind die Hauptanliegen von Biomöbelkunden. Einige gehen noch weiter und verbinden den Biomöbelkauf mit dem Gedanken des fairen Welthandels und kaufen Biomöbel von Herstellern, die bei, in der dritten Welt bezogenen Materialien, nicht nur das Bio-Siegel, sondern auch das Transfair-Siegel vorweisen können. In jedem Fall sind Biomöbelkäufer engagierte Menschen, die ihre Entscheidungen immer wieder kritisch hinterfragen. Sie werden den Hersteller aussuchen, der seine Produktion am vertrauenswürdigsten transparent darstellt. Den auch, der es schafft, seine Produkte, mit einem Gesicht, einem Namen zu verbinden, der dieses Vertrauen auch transportieren kann.
Eingetragen am: Donnerstag, 02. April 2009 | Kategorie: Ökologie.