Süße Speisen sind lecker, haben aber den Nachteil, dass sie viele Kalorien enthalten. Denn Zucker ist energiereich, macht deshalb dick und greift darüber hinaus auch die Zähne an. Diabetiker dürfen keine zuckerhaltigen Lebensmittel und Getränke zu sich nehmen und mussten bislang auf synthetische Süßstoffe zurückgreifen. Als Alternative dazu bietet sich Stevia an, eine ursprünglich in Südamerika beheimatete Pflanze, in deren Blättern ein natürliches Süßmittel enthalten ist.

Stevia kommt als Süßstoff für Diabetiker infrage, aber auch für Menschen, die unter Neurodermitis sowie unter Zucker- und Sorbit-Unverträglichkeit leiden. Natürlich profitieren auch Figurbewusste, die auf gesüßte Speisen nicht verzichten möchten, von dem Süßkraut. Dank ihrer enorm hohen Süßkraft müssen nur geringe Mengen von Stevia als Zuckerersatz verwendet werden. Die Süßkraft aus der Pflanze ist völlig kalorienfrei und ungiftig. Auch die Zähne sind nicht in Gefahr. Süßen ohne Reue ist also doch möglich.

Vielfach findet Stevia inzwischen Verwendung, um Getränke zuckerfrei und auf natürliche Weise zu süßen. Auch Süßspeisen wie Puddings oder Quarkspeisen gelingen mit dem Mittel gut. Vorsicht ist allerdings beim Kuchenbacken geboten, wenn man keine Rezepte mit Stevia hat. Schnell verwenden Kuchenbäcker eine zu hohe Dosierung und der Kuchen bzw. das Gebäck wird zu süß. Es empfiehlt sich deshalb, den Teig vorher abzuschmecken. Bestimmte Gebäcksorten gelingen mit Stevia nicht, weil bei zuckerreichen Rezepten Zucker der Volumengeber für den Kuchen ist. Bei Quark-, Hefekuchen und Mürbeteig kann der pflanzliche Süßstoff jedoch problemlos verwendet werden.