Gesunde Zähne beeinflussen nicht nur die Gesamterscheinung eines Menschen positiv, sie haben auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die allgemeine Gesundheit des Körpers. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Ungleichgewicht in der Mundflora die gesamte Abwehr des Körpers zu schwächen vermag. Zum Glück kann jeder viel zum Erhalt seiner Zähne selbst beisteuern. Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt, in halbjährlichen Abständen, sind für Erwachsene und Kinder Pflicht. Zahn- und Zahnfleischerkrankungen kann der Zahnarzt schon in frühen Stadien feststellen und mit entsprechend geringerem Aufwand behandeln. Der Zahnarzt und die Prophylaxe-Helferin geben neben der Behandlung auch Tipps zur richtigen Mundhygiene. Sie beraten über den richtigen Einsatz von Interdentalbürsten oder Zahnseide für die Zahnzwischenräume und entfernen Zahnstein und Verfärbungen. Dies ist ein wichtiger Baustein um Karies, Parodontose und Parodontitis vorzubeugen.

Der entscheidende Punkt zur Gesunderhaltung des Gebisses ist eine zahngesunde Ernährung. Die meisten Erkrankungen des Zahnfleisches und auch Karies beruhen auf falschen Ernährungsgewohnheiten. Schon Kinder wissen, dass der Hauptfeind strahlender Zähne der Zucker ist. Zucker bildet Säuren und liefert damit Bakterien einen idealen Nährboden zur Vermehrung. Zucker begegnet uns dabei nicht nur in Form von Schokoriegeln und Gummibärchen, sondern auch oft an versteckten Orten. Säfte, Softdrinks und viele vorgefertigte Speisen enthalten große Mengen an verstecktem Zucker. Gesüßte Tees sind die Hauptzerstörer von Kleinkindergebissen, wenn sie den ganzen Tag über "dauergenuckelt" werden. Natürlich möchte kaum einer auf süße Dinge gänzlich verzichten. Das muss auch nicht sein.

Jeder sollte sich seine Portion Süßes ohne schlechtes Gewissen gönnen, sich aber anschließend gründlich die Zähne putzen. Also lieber, wenn es denn sein muss, ein großes Stück Schokolade auf einmal verputzen und danach die Zähne pflegen, als morgens, mittags und abends jeweils einen Riegel zu vertilgen. Dasselbe gilt für klebrige Nahrungsmittel wie Marmelade oder Honig und auch die ansonsten so gesunden Trockenfrüchte. Solche Dinge sollten nur genossen werden, wenn anschließend die Möglichkeit zum Zähneputzen besteht. Ideale Zwischenmahlzeiten, die den Zahnschmelz nicht angreifen, sind zum Beispiel Karotten und Äpfel. Auch Käse ist ein zahngesundes Nahrungsmittel. Er liefert nicht nur das nötige Calcium für die Zahnknochen, sondern hat auch die positive Eigenschaft, Säuren zu neutralisieren. Auch der Wirkstoff Fluor, der zum Beispiel Speisesalz zugesetzt wird, härtet die Zähne. Es gibt auch spezielle Fluorpasten, mit denen die Zähne zu Hause einmal wöchentlich behandelt werden können. Für wen dies sinnvoll ist, entscheidet der Zahnarzt. Natürliche Fluorquellen sind grüner und schwarzer Tee, Hülsenfrüchte und Fisch.

Ganz allgemein ist eine gesunde und vollwertige Nahrung der beste Schutz für Zähne. Die naturbelassene Vollwertkost entfernt Zahnbelag schon während des Kauprozesses. Brot aus Vollkornmehl, Gemüse, Hülsenfrüchte und die darin enthaltenden Ballaststoffe erhalten Gebiss und Organe gesund. Dazu empfiehlt sich noch die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit wie Wasser und ungesüßte Tees. Ist unterwegs mal keine Zahnbürste zur Hand, kann man den Mund auch mit Wasser spülen oder Säuren mit speziellen Zahnpflegekaugummis aus dem Handel neutralisieren.