Schon in lange zurückliegender Zeit feierten die Menschen den Beginn des Frühlings und das Ende des Winters. Viele Riten und Bräuchen sind daher vorchristlichen Ursprungs. Dem Hasen als Frühlingsboten und dem Ei als Symbol der Fruchtbarkeit kam seit jeher eine besondere Bedeutung zu. Auch heute noch gilt der Hase als Überbringer der Ostereier.

Am Ostersonntag hat das Suchen von Ostereiern nach wie vor Tradition. Seit vielen Jahrhunderten werden Hühnereier ausgeblasen und zu Dekorationszwecken verwendet oder als gekochte und gefärbte Eier zu Ostern gegessen. Neben dem Bemalen, Verstecken, Verschenken und Suchen von Ostereiern ranken sich noch viele weitere, vor allem regionale Sitten um das Ei. Ein beliebter Brauch ist in einigen Gegenden das Eiertitschen oder Eierpecken, bei dem hart gekochte Ostereier aneinander geschlagen werden, mit dem Ziel, die Eierschale des gegnerischen Spielers zu zerbrechen. Beim traditionellen Osterspaziergang werden regional die bunten Eier auch Abhänge herunter gerollt und anschließend verzehrt.

Andere Länder – andere Sitten: In vielen Ländern der Welt haben sich besondere Osterbräuche etabliert. So ist das Holen von Osterwasser in Schweden noch weit verbreitet und am Osterfeuer treffen sich die Menschen, um gemeinsam das Fest zu feiern. In Polen und der Ukraine werden Ostereier mit hoher Kunstfertigkeit bemalt und die Finnen sind bekannt für eine schlagkräftige Zelebrierung des Osterfestes: Sie schlagen Freunde – natürlich nur leicht – mit Birkenruten. Dieser Brauch soll an die Palmzweige erinnern, mit denen Jesus in Jerusalem empfangen wurde. Selbst in Australien und auf den Philippinen konnten sich im Laufe der Zeit eigene Osterbräuche bilden.

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Eingetragen am: Freitag, 20. März 2009 | Kategorie: Feiern & Feste.
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