Noch vor wenigen Jahren ein Geheimtipp, entwickelt sich die aus Asien stammende Waschnuss auch in europäischen Ländern zum gefragten Wasch- und Reinigungsmittel. Waschnüsse werden nicht industriell und unter Verwendung von Chemikalien hergestellt, sondern wachsen ganz natürlich an Bäumen. Die Waschkraft liefern die Nussschalen, die unter anderem viel Saponin enthalten. Dieser Stoff löst sich beim Waschvorgang und wirkt ähnlich wie Seife, weshalb Waschnüsse häufig auch als Seifennüsse bezeichnet werden.
Die Nuss beweist ihre Vielseitigkeit tagtäglich im Haushalt, denn außer verschmutzter Kleidung können zum Beispiel auch Geschirr, Glas oder Oberflächen gereinigt werden. Haupteinsatzgebiet der Seifennuss ist aber nach wie vor das Wäschewaschen. Dazu werden drei bis sechs Nüsse im Stoffbeutel zur Waschladung gegeben. Waschtemperaturen von dreißig bis neunzig Grad Celsius sind möglich. Nach dem Waschen können die Nüsse einfach auf dem Komposthaufen entsorgt werden.
Waschnüsse enthalten keine Duftstoffe. Wer auf duftende Wäsche nicht verzichten möchte, kann vor dem Waschgang wenige Tropfen ätherischen Öls auf die Nüsse geben. Um weiße Textilien vor dem Vergrauen zu schützen, empfiehlt es sich, ab und an ein umweltfreundliches Bleichmittel, zum Beispiel Backpulver, der Wäsche beizufügen. Besonders Allergiker greifen immer häufiger zur Seifennuss, um ihre Kleidung zu reinigen. Denn das Naturprodukt enthält keinerlei synthetische Stoffe, sondern ist hautverträglich. Auch der niedrige Preis spricht für das natürliche Waschmittel.
Eingetragen am: Freitag, 20. März 2009 | Kategorie: Ökologie.