Zu den wohl häufigsten Problemen, mit denen Gärtner bei der Rasenpflege zu kämpfen haben, gehört die Bildung von Moos. Oft entstehen auf der Grünfläche regelrechte Moospolster, die sich als resistent gegenüber verschiedenen Behandlungen erweisen. Dennoch sollte man nicht aufgeben, denn auch die Vermoosung kann durch richtiges Düngen, Vertikutieren, geeignetes Saatgut und Bodenverbesserung reduziert werden.

Besonders anfällig für Moosbewuchs sind nährstoffarme, saure Böden mit niedrigem pH-Wert und auch auf schwerem lehmigem Boden gedeiht Moos gut. Schatten, Staunässe und eine nicht ausreichende Bodendurchlüftung tragen dazu bei, dass sich das Moos auf dem Rasen ausbreiten kann. Nicht immer verwenden Gärtner zudem die am besten geeigneten Grassorten. Staunässe lässt sich durch Drainagemaßnahmen in den Griff bekommen. Gegen Schatten kann man nicht viel tun. Mitunter hilft es, Umpflanzungen in Form von Sträuchern und Bäumen zurück zu schneiden. Oder es werden schattenverträgliche Grassorten ausgesät, die sich gegen das Moos gut behaupten können.

Zweimal im Jahr, am besten im zeitigen Frühjahr sowie im Herbst, sollte die Rasenfläche vertikutiert werden. Denn abgestorbene Pflanzenreste, Unkräuter und Moose bilden einen dichten Rasenfilz, der nicht genügend Luft, Nährstoffe und Wasser in den Boden gelangen lässt. Entstehen beim Vertikutieren kleinere Löcher im Rasen, ist das kein Grund zur Sorge. Sie wachsen innerhalb kurzer Zeit wieder zu, bei größeren Graslücken kann nachgesät werden. Weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Moos können das Einbringen von Sand gegen Feuchtigkeit und die Gabe von Eisendünger sein.