Die Umkehrung der Drehrichtung eines Drehstrommotors gestaltet sich nicht sonderlich kompliziert: Es muss lediglich der Drehsinn des Statorfeldes geändert werden. In der Praxis erfolgt dies einfach durch das Vertauschen zweier Außenleiter, sodass mit Hilfe einer einfachen Relais-Schaltung der Drehsinn geändert werden kann. Jedoch ist es zwingend notwendig, vor der Änderung des Drehsinnes den Elektro-Motor herunterzufahren bis er sich nicht mehr dreht und erst dann die Drehrichtung zu ändern. Würde man dies nicht beachten, hätte es ein Durchdrehen des Motors zur Folge, welches letzendlich die Zerstörung selbigen mit sich bringen würde.
Drehstrommotoren sollten idealerweise mit dreiphasigem Drehstrom versorgt werden, es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, um sie auch an einphasigem Wechselstrom, wie man ihn beispielsweise im Stromnetz eines Hauses hat, zu betreiben. Dafür wird der ursprüngliche Wechselstrom an die erste Wicklung gelegt. An der zweiten Wicklung muss korrespondierend zum Funktionsprinzip der Drehstrommotoren eine um 120 Grad verschobene Wechselspannung anliegen. Diese Phasenverschiebung erreicht man im Falle des einphasigen Drehstrommotors mit Hilfe einer Spule beziehungsweise eines Kondensators. In der Praxis verwendet man lediglich Kondensatoren, da diese deutlich einfacher herzustellen sind als Spulen. Dieses Prinzip verwendet man ebenfalls, um die Phasenverschiebung zwischen zweiter und dritter Spule herzustellen. Der größte Nachteil jedoch ist, dass dies nur bei einer bestimmten Frequenz des Wechselstromes möglich ist, da der Kondensator lediglich bei einer Frequenz eine Phasenverschiebung von genau 120 Grad bewirkt. Da die Frequenz des Wechselstromes direkt proportional zur Drehzahl des Drehstrommotors ist, ist es folglich nicht möglich, den Drehstrommotoren mit unterschiedlichen Drehzahlen zu betreiben, beziehungsweise die Drehzahl während des Betriebes zu ändern.
Eingetragen am: Freitag, 03. Juni 2011 | Kategorie: Elektromotoren.