Laut Statistik sind in Deutschland circa 20 Millionen Menschen an Bluthochdruck erkrankt. Bei etwa einem Drittel von ihnen wurde die Hypertonie noch nicht diagnostiziert. Sie leiden gelegentlich an unklaren Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Nasenbluten oder Gesichtsrötung, die sie nicht zuordnen können. Jeder Bürger mit ähnlichen Symptomen ist gut beraten seinen Hausarzt zwecks Aufklärung aufzusuchen. Ein unbehandelter Bluthochdruck kann sämtlichen Organe, insbesondere die Nieren, schädigen und erhöht das Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Blutdruckmessgeräte leisten sowohl bei der Diagnose, als auch der späteren Eigenkontrolle wertvolle Dienste. Sie werden in Apotheken, Sanitätsfachgeschäften, aber auch Online-Shops angeboten. Günstige Geräte sind schon für ca. 20 Euro zu haben.
Blutdruckmessgeräte in der ärztlichen Anwendung
Der Blutdruck ist von vielen Faktoren abhängig, sowohl Aufregung als auch körperliche Anstrengung können die Messergebnisse verfälschen. Gerade beim Arzt kommt es häufig zum so genannten „Weißkittel-Effekt“, in der Untersuchungssituation reagieren einige Patienten mit Nervosität, was den Blutdruck nach oben schnellen lässt. Aus diesem Grund greifen viele Ärzte zu einem Langzeit-Blutdruckmessgerät. Es wird für 24 Stunden fest am Arm des Patienten befestigt und misst automatisch in festen Abständen (auch nachts) den Blutdruck. Sofern sich der Verdacht auf Bluthochdruck bestätigt, werden die Patienten mit Beta-Blockern „eingestellt“, sprich: ihr Blutdruck wird medikamentös normalisiert. Blutdruckmessgeräte gehören nicht mehr zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse, jeder Hochdruckpatient ist aber gut beraten ein Gerät auf eigene Kosten zu kaufen, um seinen Blutdruck jederzeit selbst kontrollieren zu können.
Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk
Für die Selbstanwendung sind Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk die beste Wahl. Sie werden um das Handgelenk gelegt, per Klettverschluss fixiert und messen auf Knopfdruck vollautomatisch den Blutdruck. Die meisten Geräte geben optische oder akustische Signale von sich, wenn die Messergebnisse vom Normbereich (100-120 zu 60-80 mmHg) abweichen. Die meisten Geräte verfügen über einen Speicher, in dem die Messergebnisse abgelegt werden. Anhand dieser Aufzeichnungen kann gemeinsam mit dem Arzt die Medikamentendosis abgestimmt werden.
Eingetragen am: Freitag, 03. Juni 2011 | Kategorie: Gesundheit.