Ein Blockhaus besteht aus rohen oder bearbeiteten Baumstämmen, die übereinander liegen. Eine Blockhütte oder ein Blockhaus ist keine Neuentwicklung, sie wirkt nur neben der scheinbar älteren Stadtbauweise neuer, dabei existieren die frühesten Blockhausbauten seit über 2000 Jahren.

Eine Aufschichtung von Stammlagen zwischen den Ständern bildet eine Übergangsform. Eine weitere Form des Blockhauses ist das Umgebindehaus, dabei werden die Stämme an den übereinander liegenden Ecken zusätzlich mit natürlichem Flachs oder Leinen zusammengebunden.

Man unterscheidet verschiedene Techniken in der Vorbereitung der Stämme bei der Konstruktion. Genau wie bei der Einbindung der Innenwände, der Schichtung der Stämme oder der Ausführung in den Ecken. Es gibt verschiedene Fenster, Türen oder Aufsattelungen der Sparen, die je nach ihrer Umgebung und dem verwendeten Grundstammmaterial variieren.
Als Stammmaterial kommen in unseren Breiten vor allem Eiche, Erle, Tanne oder Kiefer zum Einsatz.

Es ist jedoch auch möglich exklusive Holzarten wie Thik oder Mahagoni zu verbauen, allerdings sind diese Stämme äußerst teuer, weshalb man auch nur sehr selten Mahagoni Blockhäuser sieht.  Alle Blockhäuser werden jedoch nach drei Varianten gebaut.
Sie werden entweder nach der Naturstammbauweise gebaut, das bedeutet die unbehauenen, geschälten Stämme werden aufeinander aufgelegt und mit einer Lehm oder Erdschicht verbunden. Die zweiten Möglichkeit besteht darin, die Stämme auf Wandstärke beidseitig zu Balken zu sägen oder sie mit einem Beil in die gewünschte Form zu bringen. Diese Holzhäuser in  Blockbauweise wird auch als Zimmermannsbauweise bezeichnet, da bei ihr oft die Balken mit breiten Zimmermannsbeilen bearbeitet werden. Schließlich ist es auch möglich die Stämme komplett nach vor gefrästen Standartmaßen zu bestellen. So kann man sein Blockhaus einfach und schnell nach dem Baukastensystem aufeinander stapeln. Diese Blockhüttenbauweise ist auch als moderner Blockbau bekannt.