Der Gedanken des ökologischen Bauens wurde in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts geboren und fordert Häuser zu bauen, die nachfolgende Generationen weder beim Betrieb noch bei Entsorgung belasten. Im Ausland wird es auch ‘green building’ genannt und findet glücklicherweise immer mehr Anhänger auf der ganzen Welt. So machen sich die Architekten und Planer beim ökologischen Bauen zunächst Gedanken, ob eine Bebauung des Grundstückes ökologisch sinnvoll ist. Als Baustoffe werden leicht zu entsorgende, also natürliche Materialien bevorzugt, was vor allem bedeutet, toxische Stoffe völlig zu vermeiden. Doch das Wichtigste dürfte die Energieeffizienz dieser Art des Bauens sein. Durch ordentliche Fassadendämmung, Nutzung von Solarenergie und nachhaltiger Trinkwasser-Nutzung und Brauchwasser-Entsorgung versuchen die Vertreter des ökologischen Bauens auch die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten. So wird zum Beispiel gerne eine Zisterne eingeplant, damit das Blumengießen mit Regenwasser erfolgen kann.

Zudem wird auch darauf geachtet, dass die Heizungsanlage möglichst modern und effizient wärmt, wobei sie so CO2-neutral wie es geht arbeiten. Dies kann durch eine Dachbegrünung unterstützt werden, die früher oftmals belächelt wurde. Doch begrünte Dächer halten nun einmal die Wärme im Haus und die Kälte draußen, was schon unsere Vorfahren wussten. Das ökologische Bauen ist nicht nur für die Nachhaltigkeit wichtig, sondern schafft für die Bewohner ein gesundes Raumklima, in dem Allergien und andere Erkrankungen nicht noch zusätzlich begünstigt werden. Gerade Allergikern kommt die ökologische Bauweise zugute, bei der auf chemische Lösungsmittel verzichtet wird. Oft wird auch die krankmachende Wirkung künstlichen Lichtes unterschätzt, wobei ökologisches Bauen auf möglichst viel Tageslicht setzt.