Essstörungen gehört unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den häufigsten Erkrankungen.

Die Fallzahlen sind in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen, immer mehr sehr junge Patienten leiden beispielsweise unter der Magersucht, einer schweren psychosomatischen Erkrankung, die schlimmstenfalls tödlich enden kann.

Magersucht – Was ist das?

Allgemein wird Magersucht (Anorexia nervosa) in der Bevölkerung ausschließlich mit der starken Abmagerung des Körpers in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist die Anorexie jedoch in erster Linie eine psychische Krankheit, bei der die Patienten unter einer gestörten Selbstwahrnehmung leiden. Sie fühlen sich übermäßig dick und aufgebläht und leiden sehr unter ihrem vermeintlichen Übergewicht. In ihrem Bemühen das Gewicht zu reduzieren verlieren sie jedes gesunde Maß aus den Augen und hungern sich runter bis auf die Knochen. Zu Anfang versuchen sie es mit gewöhnlichen Diäten, in der Folge stellen sie die Nahrungsaufnahme oft vollständig ein oder nutzen Abführ- und Entwässerungsmittel um das Gewicht weiter zu reduzieren. Ihr Verhalten, ihre Denkweise ist krankhaft und kann durch gut gemeintes Zureden und der Aufforderung endlich mehr zu essen nicht verändert werden. Psychologen haben bestimmte Persönlichkeitsmerkmale erkannt, die bei magersüchtigen Patienten besonders häufig vorliegen. Dazu zählen übersteigerter Ehrgeiz und Perfektionismus ebenso, wie übergroße Angepasstheit und Angst vor dem Erwachsen werden.

Wie kann die Magersucht geheilt werden

Die Magersucht bedarf einer langfristigen und regelmäßigen Behandlung durch einen erfahren Psychotherapeuten, der gemeinsam mit dem Patienten die Ursachen der Erkrankung aufdeckt und Wege aus dem Teufelskreis weist. Ambulante Therapien können nur bei Patienten durchgeführt werden, deren Abmagerung noch nicht zu weit fortgeschritten ist, ansonsten ist eine stationäre Klinik-Aufnahme erforderlich.