Kalt gepresstes Olivenöl ist eines der wertvollsten Pflanzenöle und wird aus dem Kern sowie dem Fruchtfleisch von Oliven gewonnen. Es gibt mehr als einhundertfünfzig unterschiedliche Olivenbaumarten. Die geschmackliche Vielfalt der Öle ist daher sehr groß. Sie ist aber nicht nur auf die verschiedenen Baumarten, sondern auch auf geografische und klimatische Gegebenheiten oder den Reifegrad des Öls zurückzuführen.

Beim Olivenöl wird in Güteklassen unterschieden. Besondere Bedeutung besitzt das Native Olivenöl extra, es ist kalt gepresst und wird schonend hergestellt. Deshalb eignet es sich hervorragend für den Verzehr bzw. zum Einsatz in der Küche. Alle Olivenöle können zum Braten und Grillen von Fisch, Geflügel, Meeresfrüchten, Gemüse oder Fleisch verwendet werden. Aufgrund seines besonders guten Geschmacks wird aber Natives Olivenöl extra für das Zubereiten kalter bzw. lauwarmer Speisen empfohlen. Einsatzbereiche ergeben sich beispielsweise beim Anrichten von Salaten, Rohkostmenüs oder Vorspeisen wie Carpaccio. Auch zum Einlegen von Pilzen, Gemüse und Frischkäse ist dieses Öl die erste Wahl.

Olivenöl kann ausgesprochen vielseitig in der Küche genutzt werden, wenn bestimmte Grundsätze beachtet werden. So ist es beispielsweise möglich, mit dem Öl zu dünsten, zu schmoren, zu frittieren und zu braten. Pflanzliche, ungesättigte Fettsäuren zersetzen sich üblicherweise, wenn sie der Wärme, dem Licht oder Sauerstoff ausgesetzt werden. Olivenöl besitzt aber einen vergleichsweise hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren, wodurch es stabiler und weniger anfällig gegenüber der Zersetzung ist. Aufgrund seiner Beschaffenheit kann das Öl problemlos auch zum schonenden Braten oder Schmoren genutzt werden.