Bei Diabetikern hat die Bauchspeicheldrüse die Produktion des Hormons Insulin reduziert oder ganz eingestellt, in der Folge ist der Stoffwechsel entglitten und die Blutzuckerwerte sind in die Höhe geschossen. Für Zuckerkranke ist die Normalisierung ihres Blutzuckerspiegels von entscheidender Bedeutung um die gefürchteten Langzeitschäden zu vermeiden. Mit Hilfe von Blutzuckermessgeräten können Diabetiker jederzeit ihren Blutzuckerwert selbst bestimmen und gegebenenfalls mit der Einnahme von Antidiabetika oder Insulininjektionen gegensteuern. Zu diesem Zweck müssen sie sich selbst etwas Blut entnehmen.

Die Blutzuckermessung in Eigenregie

Für die Blutzuckermessung ist die Entnahme einer kleinen Menge Blut erforderlich, die am schnellsten aus der Fingerbeere gewonnen werden kann. Die Entnahme kann automatisch durch eine Stechhilfe erfolgen, die blitzschnell eine hauchfeine Lanzette in die Haut sticht und sofort wieder herauszieht. Wenngleich der Einstich an sich kaum Schmerzen verursacht, leiden die Fingerkuppen nach einer Weile unter der Vielzahl der täglichen Einstiche. Abhilfe versprechen Blutzuckermessgeräte, die eine Blutentnahme an „alternativen Teststellen“ wie dem Unterarm oder Ohrläppchen ermöglichen. Der gewonnen Blutstropfen wird auf einen Blutzuckerteststreifen aufgetragen und binnen Sekunden vom dazugehörigen Messgerät analysiert.

Auf Basis der Messwerte können die Patienten ihr Essverhalten oder die Insulindosis ausrichten.

Was tun bei Messwerten außerhalb des Normbereichs?

Bei gesunden Menschen liegt der Nüchternblutzucker bei Werten zwischen 90 und 110 mg/dl, abweichende Ergebnisse können auf eine beginnende Diabetes-Erkrankung hinweisen und müssen näher abgeklärt werden. Messwerte unterhalb von 70 mg/dl markieren eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) und können häufig durch die Einnahme von Traubenzucker aufgefangen werden. Nach dem Essen sollte der Blutzuckerwert nicht über 180 mg/dl steigen, sonst droht eine Überzuckerung. Im Zweifelsfall ist immer sofort ein Arzt zu konsultieren.