Obgleich Frauen nur an circa neun Tagen im Monat schwanger werden können, verhüten sie häufig die ganze Zeit über. Einige Verhütungsmittel wie die Pille gehen mit unerwünschten Begleiterscheinungen einher, deshalb wünschen sich viele Frauen sanfte, aber dennoch zuverlässige Verhütungsmethoden.

Zur natürlichen Familienplanung werden inzwischen zunehmend Verhütungscomputer eingesetzt. Diese Geräte basieren auf verschiedenen Prinzipien. Einige Modelle messen die Körpertemperatur, zum Beispiel Baby-Comp oder Lady-Comp, während andere Aussagen zur Hormonkonzentration im Urin machen. Aufgrund der gemessenen Daten werden die fruchtbaren Tage bestimmt. Die Berechnungsgenauigkeit erhöht sich mit der Anzahl der erfassten Monatszyklen. Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten Verhütungscomputer allerdings nur in begrenztem Maß. So wird der Pearl-Index bei der Hormonmessung mit 5 angegeben. Das bedeutet, dass fünf Frauen von hundert mit dieser Verhütungsmethode schwanger werden. Um eine Schwangerschaft auszuschließen, sollte deshalb zusätzlich mechanisch verhütet werden.

Die derzeit im Handel erhältlichen Verhütungscomputer sind mit über einhundert Euro nicht billig. Außerdem müssen bei Hormoncomputern wie Persona noch Urinteststreifen gekauft werden. Für die Nutzung von Kombinations-Computern, die Temperatur und Hormonstatus messen, ist der Kauf von Teststäbchen notwendig. Die Vorteile von Verhütungscomputern bestehen darin, dass durch sie keine Nebenwirkungen verursacht werden und die Fruchtbarkeit auf einfache und schnelle Weise bestimmt werden kann. Nachteilig wirkt sich aus, dass Medikamente wie Tetrazykline Messwerte verfälschen können. Bei Tumoren, Leber- und Nierenerkrankungen sowie während der Wechseljahre und bei Hormonbehandlungen sollten Verhütungscomputer nicht eingesetzt werden.