Gleichstrommotoren – robust, günstig aber nicht so effizient
Aufbau des Gleichstrommotors
Ein Gleichstrommotor besteht wie jeder Elektromotor grundsätzlich aus zwei Bauteilen: Dem Stator und dem Rotor. Der Stator ist der unbewegliche Teil des Gleichstrommotors, der Rotor der bewegliche, an welchem auch die Antriebsachse herausgeführt wird. Man unterscheidet abhängig vom inneren Aufbau des Gleichstrommotores zwischen Innen- und Außenläufermotor. Von einem Innenläufermotor spricht man, wenn der Rotor im Inneren des Motors angeordnet ist und der Stator um ihn herum angebracht ist. Von einem Außenläufermotor dann entsprechend, wenn der Rotor außen angeordnet ist und sich um den Stator herum dreht. Der Rotor besteht praktisch immer aus Spulenpaketen, das Material des Stators ist abhängig von der Größe des Elektromotors: Bei kleineren Motoren bis circa einem Kilowatt verwendet man Permanentmagneten, bei größeren Elektromotoren ebenfalls Spulenpakete. In den Spulen des Stators wird ebenso wie in den Spulen des Rotors ein Magnetfeld erzeugt. Beide Magnetfelder sind so gegeneinander gepolt, dass sie sich gegenseitig abstoßen und entsprechend eine Drehbewegung des Motors bewegen.
Anwendungsgebiete des Gleichstrommotors
Aufgrund des geringeren Wirkungsgrades gegenüber Drehstrommotoren werden Gleichstrommotoren zunehmend durch diese verdrängt, es gibt jedoch noch einige Anwendungsfälle, für die sich Gleichstrommotoren deutlich besser als Drehstrommotoren eignen. So ergibt sich ein Anwendungsgebiet durch den Vorteil der Gleichstrommotoren, dass sie sich deutlich genauer positionieren lassen als Schrittmotoren. Deswegen werden sie für den Antrieb von Servoantrieben eingesetzt. Außerdem benötigen sie keine aufwändige Leistungselektronik, was sie beispielsweise auch für den Einsatz in ferngesteuerten Automodellen interessant macht.
Eingetragen am: Freitag, 03. September 2010 | Kategorie: Elektromotoren.