Beim Klettern werden Muskeln und Ausdauer trainiert, man muss Kraft aufbringen, das Gleichgewichtsgefühl wird trainiert und die allgemeine Beweglichkeit. Klettern macht aber auch jede Menge Spaß und ist ein ausgesprochen herausforderndes Körpertraining. Kletterer lernen immer wieder ihre eigenen Grenzen kennen. Hindernisse zu überwinden, macht selbstsicherer und Ängste werden reduziert. In mehrfacher Hinsicht ist Klettern also das ideale Training.

Dabei ist Sportklettern auch sehr facettenreich. Eine derzeit ungemein beliebte Variante ist das Bouldern. Bouldern kann sowohl im Freien an natürlichen Felsblöcken als auch in der Halle an speziellen Kletterwänden ausgeübt werden. Es eignet sich für Menschen jeden Lebensalters, vor allem unter den Jugendlichen hat Boulder aber viele Fans. Gebouldert wird immer in Absprunghöhe. Die Kletterumgebung ist also relativ sicher, weil sich der Kletterer nicht sehr hoch über dem Boden befindet. Auf Seile oder Klettergurte wird beim Bouldern verzichtet, auch teure Ausrüstungsgegenstände sind nicht vonnöten. Außer Kletterschuhen und Sportbekleidung benötigt man zum Bouldern in der Halle nichts weiter an Equipment. Beim Bouldern im Freien sollten noch so genannte Crashpads zum Einsatz kommen. Das sind Bouldermatten, die Stürze abfedern und helfen, Verletzungen zu vermeiden.

Kraft, Beweglichkeit, Balancegefühl und Technik werden beim Bouldern gleichermaßen gefordert. Darum ist diese Sportart anspruchsvoll und komplex, kann aber von jedem – auch von Leuten, die über keine spezielle Klettererfahrung verfügen – ausgeübt werden. Jugendlichen macht vor allem Bouldern in der Gruppe Spaß. Man kann sich dabei untereinander austauschen, gemeinsam lernen und besser werden und sich gegenseitig Hilfestellung geben. Es geht bei dem seillosen Klettern darum, auf relativ begrenzter Fläche die optimale Bewegungsfolge herauszufinden, das heißt Kletterzüge so aneinander zu reihen, dass ein technisch korrekter und ästhetischer Bewegungsablauf entsteht.