Sicht- und Windschutz auf dem Grundstück kann sehr wirkungsvoll durch Schutzanpflanzungen erzielt werden. Natürlich schützen auch hohe Zäune oder Mauern vor neugierigen Blicken, ebenso halten sie auch starke Winde ab. Der Nachteil massiver Windschutzelemente wie Zäune und Mauern besteht aber darin, dass sich hinter ihnen Luftverwirbelungen bilden können, die den Aufenthalt im Garten mitunter ziemlich beeinträchtigen können.
Sind bereits Mauern und Zäune vorhanden, kann man sich mit einem einfachen Mittel behelfen und Luftverwirbelungen vermeiden: Es werden in regelmäßigen Abständen Bäume oder Sträucher gepflanzt, die den Wind aufhalten. Voraussetzung für ihre Funktion als Windschutz ist allerdings, dass die Sträucher, zum Beispiel Flieder oder Holunder, und Bäume die Mauer ein gutes Stück überragen. Bäume sind überhaupt gut geeignet, einfallende Winde abzuschwächen. Besonders wirkungsvoll ist dabei ein so genannter Windkamm. Dieser besteht aus Nadelgehölzen und Sträuchern, die nebeneinander in Reihe gepflanzt werden. Ist genügend Platz vorhanden, kann auch in doppelter Reihe gepflanzt werden. Niedrigere Sträucher wechseln sich bei einem Windkamm mit höheren Nadelbäumen wie Fichten ab. Anstelle von Nadelgehölzen können auch Laubbäume wie Pappeln Bestandteile eines Windkamms sein. Aufgrund ihres charakteristischen Aussehens wird diese Schutzpflanzung als Windkamm bezeichnet.
Eine Hecke stellt immer noch die klassische Windschutzvariante im Garten dar. Gemischte Hecken aus Nadel- und Laubgehölzen bringen Abwechslung in die Gartengestaltung, während dichte und immergrüne Hecken wie Zypressen- oder Thuja-Hecken selbst im Winter für Sichtschutz sorgen. Windschutzpflanzungen in Form von Hecken kommen auch der einheimischen Tierwelt zugute. Viele Vögel, Insekten und Kleinsäuger finden hier Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten.
Eingetragen am: Dienstag, 10. August 2010 | Kategorie: Gartengestaltung.