Wer eine Pflanzenkläranlage bauen möchte, kann unter verschiedenen Varianten wählen. Ein Grundtyp stellt die Kläranlage mit wasserüberstauten Beeten dar. Gebräuchlich sind des Weiteren Pflanzenkläranlagen mit nicht bindigem Filtermaterial. Das Abwasser durchströmt den Sand- oder Kiesboden der Anlage meist in vertikaler Richtung. Möglich ist außerdem der Bau einer Pflanzenkläranlage mit bindigem Filtermaterial, deren Boden horizontal durchströmt wird. Diese Grundformen können bei entsprechenden Voraussetzungen auch teilweise miteinander kombiniert werden.

Bevor das Abwasser in die Pflanzenkläranlage gelangt, wird es in der Regel mechanisch vorgeklärt. Dadurch kommt es zur Regulierung der Abwassermenge und eine Verschlechterung der hydraulischen Bedingungen im Boden wird vermieden. Pflanzenkläranlagen benötigen im Vergleich zu anderen mehrstufigen Anlagen keinerlei wartungsaufwändige Durchmischungs- oder Belüftungstechnik. Die Schilfpflanzen und die in ihren Wurzeln enthaltenen Bakterien durchlüften den Boden und reinigen das Abwasser auf natürliche Weise. Es entsteht mit dem sachgerechten Betrieb einer Pflanzenkläranlage auch keine Geruchsbelästigung.

Klärbeete sind nicht nur naturnah, sondern auch wirtschaftlich. Für den Bau und Betrieb solcher Anlagen fallen wesentlich geringere Kosten an als bei konventionellen Kläranlagen. Ein weiterer Vorzug des Pflanzenklärbeets besteht darin, dass es bei der Einsparung von Ressourcen, vor allem von Trinkwasser, helfen kann. Das gereinigte Abwasser nimmt oft ein Oberflächengewässer auf. Es besteht die Möglichkeit, das geklärte Wasser dem Grundwasser zuzuführen und gegebenenfalls wieder zu verwenden.