Rauchen ist eine Sucht, denn in Zigaretten ist das Sucht verursachende Nikotin enthalten. Darum fällt es insbesondere starken Rauchern auch so schwer, mit ihrem Laster zu brechen und auf Zigaretten zu verzichten. Der Entwöhnungsprozess kann aber durch bestimmte Nikotinersatzpräparate unterstützt werden. Dazu gehören auch Nikotinpflaster, die als 16- bzw. 24-Stunden-Pflaster mit unterschiedlich hoher Dosierung erhältlich sind.

Diese Präparate werden auf die Haut aufgeklebt und geben für einen gewissen Zeitraum Nikotin in kontrollierter Menge ab. Eine Nikotinersatztherapie dauert im Allgemeinen mehrere Wochen an und sollte erst nach Absprache mit dem behandelnden Arzt gestartet werden. Grundsätzlich gilt, dass während der Ersatztherapie nicht geraucht werden darf. Auch auf Kau- oder Schnupftabak muss verzichtet werden, um jegliche weitere Nikotinzufuhr zu unterbinden und eine Nikotinüberdosierung zu vermeiden. Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Herzkreislaufproblemen dürfen nicht zu Nikotinpflastern greifen. Auch Schwangere sollten im Interesse ihres ungeborenen Kindes auf die Pflaster verzichten und versuchen, das Rauchen auch ohne nikotinhaltige Präparate einzustellen.

Da die Pflaster Nikotin enthalten, ist bei ihrer Verwendung auch mit unerwünschten Nebenwirkungen zu rechnen. Das können unter anderem Herzklopfen, Schwindelgefühl oder Kopfschmerzen sein. Auch ein leichter Blutdruckanstieg ist möglich. Bei manchen treten bestimmte Hautreaktionen auf, da das Pflaster direkt auf die Haut von Oberarm, Rumpf oder Hüfte aufgeklebt wird. Rötungen, Hautausschläge oder leichtes Jucken bzw. Brennen der betroffenen Hautpartien sind möglich. Allerdings lassen diese Beschwerden im Allgemeinen rasch nach. Bei fortgesetzten Hautproblemen ist eine weitere Behandlung mit dem Nikotinpflaster nicht empfehlenswert. Ganz wichtig ist es, Nikotinpflaster und andere Nikotinersatzpräparate so aufzubewahren, dass sie für Kinder nicht erreichbar sind. Denn besonders bei Kindern kann es zu ernsten gesundheitlichen Problemen bis hin zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen, wenn sie die Pflaster verwenden.