Nicht nur Menschen, sondern auch andere Säugetiere, zum Beispiel Haustiere wie Hunde oder Pferde, werden von weiblichen Mücken umsurrt und gestochen. Mücken stechen natürlich nicht, um uns zu ärgern. Sie benötigen das abgezapfte Blut für ihre Eier und somit für die Arterhaltung. Man kann natürlich versuchen, die Quälgeister mit Insektengittern fern zu halten, aber manchmal wird man doch gestochen.

Mückenstiche ausgesprochen lästig, denn sie sehen aufgrund der Quaddelbildung nicht nur unschön aus, sie jucken auch noch stark. Der Juckreiz entsteht, weil die Mücke beim Stechen bestimmte Substanzen, vor allem Eiweißmoleküle und Peptide, injiziert. Dadurch vergrößern sich die Gefäße rund um die Stichstelle und das Blut gerinnt nicht so schnell, so dass die Mücke das Blut besser aufsaugen kann. Unser Körper reagiert auf den Stich auf besondere Weise: Er schüttet das gefäßerweiternde Hormon Histamin aus, wodurch es zur Schwellung der betroffenen Stelle kommt. Bei manchen entstehen recht große Quaddeln, die unerträglich jucken können. Trotzdem sollte man Mückenstiche niemals aufkratzen, denn dadurch wird alles noch viel schlimmer und die Haut kann sich sogar entzünden.

Quälendem Juckreiz kann man am besten mit kaltem Wasser begegnen, auch Kühlkompressen bzw. Kühlpads helfen, die Schwellung zu reduzieren und den Juckreiz zu lindern. Manche verwenden auch Hausmittel, um Mückenstiche zu behandeln. Hautreizende Mittel wie Zwiebeln oder Zitronen sollten aber besser nicht auf die Einstichstelle gelegt werden. Alternativ dazu bietet sich Spitzwegerich an, eine Pflanze, die auf vielen Wiesen und am Wegesrand häufig zu finden ist. Wer also im Freien von Mücken attackiert wird, kann sich vor starker Quaddelbildung schützen, indem er Spitzwegerich pflückt und die Blätter auf der Einstichstelle verreibt. Nicht immer kann man durch die Verwendung von Spitzwegerich einer Quaddelbildung vollkommen vorbeugen, aber zumindest findet die Reaktion in abgeschwächter Form statt und auch der Juckreiz wird gemildert. Übrigens hilft Spitzwegerich auch, wenn man sich an Brennnesseln verbrannt hat.

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Eingetragen am: Donnerstag, 02. September 2010 | Kategorie: Hausmittel.