Rückenschmerzen hat sicher schon jeder einmal erlebt, es ist eine wahre Volkskrankheit, woran vor allem Bewegungsmangel und einseitige Belastungen im allgemeinen sowie sitzende Bürotätigkeiten im besonderen schuld sind. Die Beschwerden sind Ausdruck des Fehlverhaltens der Wirbelsäule, die Rumpfmuskulatur erschlafft, Verspannungen und Verschleiß-Erscheinungen an der Wirbelsäule sind die Folge. Eine gezielte Wirbelsäulengymnastik kann helfen, das Rückrat zu stärken, Rückenschmerzen und Hexenschuss sowohl vorzubeugen als auch zu lindern.

Die drei Grundelemente der Wirbelsäulengymnastik sind mobilisieren, kräftigen und dehnen. Sie helfen in ihrem Zusammenspiel die Funktion der Wirbelsäule in entscheidendem Maß zu verbessern. Die Mobilisationsübungen dienen dabei am Anfang zur Verbesserung der Beweglichkeit, der Schmerz freie Bereich vergrößert sich, weil die gezielten Bewegungen die Bandscheiben zwischen den Wirbeln besser durchbluten können. Nach der Beweglichkeit folgt die Stärkung. Die durchgeführten Kräftigungsübungen der Wirbelsäulengymnastik dienen der Stärkung der Muskeln rund um die Wirbelsäule, die nun sowohl die Gelenke als auch die Bandscheiben wieder besser entlasten kann. Schließlich sorgen die Dehnungsübungen zum Abschluss der Wirbelsäulengymnastik für ausreichend Entspannung.

Die Wirbelsäulengymnastik ist ein in erster Linie Rücken und Gelenk schonendes Training, das aber nur erfolgreich sein kann und die gewünschte Wirkung bringt, wenn die Übungen auch wirklich korrekt ausgeführt werden. Natürlich ist diese Behandlungsmethode besonders für Rückenpatienten geeignet, aber auch Menschen mit Übergewicht können von der Gymnastik profitieren. Des weiteren gibt es auch viele Übungen, die man zu Hause durchführen kann. Diese Übungen sind überwiegend für gesunde Menschen zur Vorbeugung oder zur Linderung kleiner Beschwerden gedacht. Wichtig ist beim alleinigen Üben, dass man langsam beginnt und nur dann die Intensität steigert, wenn man sich wirklich gut dabei fühlt.