Der Hausbau geht immer mit einer teils erheblichen finanziellen Belastung einher und dies häufig über Jahrzehnte. Dafür profitieren Wohneigentümer aber vom eigenen Haus vor allem im Hinblick auf die persönliche Altersvorsorge. Bevor man sich in das Unternehmen Hausbau stürzt, sind jedoch grundlegende Fragen zu klären, die unter anderem auch die Baufinanzierung betreffen.

Am Anfang steht der Kassensturz, um festzustellen, wie hoch das vorhandene Eigenkapital ist und wie viel Fremdmittel in Form von Bankdarlehen bzw. Immobilienkrediten aufzunehmen ist. Des Weiteren ist zu ermitteln, mit welchen Kosten für den Hauskauf oder den Hausbau insgesamt zu rechnen ist. Werden die Posten und Beträge übersichtlich in einem Finanzierungsplan zusammengestellt, besitzt man bereits ein gutes Hilfsmittel für die nachfolgenden Verhandlungen mit den Kreditgebern. Dann sollten sich Hausbesitzer in spe fragen, wie viel Geld pro Monat aufgebracht werden kann, um ein Darlehen zurückzuzahlen. Eine realistische Einschätzung ist dabei besonders wichtig. Auch Härtefälle wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit sollten einkalkuliert werden, um in veränderten Situationen die Mittel für die Ablösung eines Hauskredits aufbringen zu können.

Es lohnt sich außerdem die Überlegung, welche Leistungen beim Hausbau von der eigenen Familie und Freunden erbracht werden können. Denn durch hohe Eigenleistungen am Bau lassen sich Beträge bei der Baufinanzierung in beträchtlicher Höhe sparen; man spart nicht nur die Kosten der Leistungen sondern auch die Kosten der sonst zu zahlenden Zinsen. Was konkret geleistet werden kann, ist natürlich abhängig von den persönlichen Fähig- und Fertigkeiten.