Kinderlieder in ihrer einfachen, verständlichen Form fördern die Entwicklung der Kinder schon von klein auf. Spielen und lernen mit Singen anzureichern macht natürlich Spaß und ist bei den Kindern deshalb auch sehr beliebt. Durch Lieder können sich auch Märchen oder Geschichten aus dem Alltag besser in das Gedächtnis der Kinder einprägen und mit Liedern zu den einzelnen Jahreszeiten wie herbstlichen Liedern oder Weihnachtsliedern wird der Jahreslauf besser begreifbar.

Kinderlieder sind oft eng mit der Tanzbewegung verbunden, wo die Motorik und Koordination hervorragend geschult werden kann. Kindergartenkinder haben hier einen großen Vorteil, weil sie schon von klein auf mit Liedern und dazu passenden Tänzen konfrontiert werden. Und natürlich ist das Singen von Kinderliedern in der Gemeinschaft für die Kinder einfacher und unterhaltsamer als allein. Auch aus diesem Grund sollte das oftmals aus Zeitgründen vernachlässigte gemeinsame Familiensingen zu Hause wieder neu belebt werden, weil es auch die Harmonie innerhalb der Familie fördert.

Dabei ist das Singen von Kinderliedern weit mehr als nur die Förderung des musikalischen Talents. Singen stärkt die Kreativität und die Lernfreude beim Kind, Singen macht glücklich und fördert die sprachliche Entwicklung. Ein Kinderlied, das man sich eingeprägt hat, vermittelt auch mit seinem Wiedererkennungswert Geborgenheit und Verlässlichkeit.

Die Noten und Texte vieler bekannter Kinderlieder stammen bereits aus dem 19. Jahrhundert, in dieser Zeit schrieb Heinrich Hoffmann von Fallersleben solch populäre Kinderlieder wie „Kuckuck, Kuckuck, ruft´s aus dem Wald“, „Alle Vögel sind schon da“ oder „Ein Männlein steht im Walde“. Aber mittlerweile sind auch Kinderlieder von Liedermachern unserer Zeitepoche bei den Kindern beliebt. Zu den bekanntesten aktuellen Künstlern gehört Rolf Zuckowski, der unter anderem mit dem Kinderlied „Die Vogelhochzeit“ sich einen Namen machen konnte.