Der Schlingknöterich zeichnet sich durch extreme Wuchsfreudigkeit aus und kann in einem Jahr mehrere Meter wachsen. Unter den Kletterpflanzen nimmt der  Knöterich deshalb einen besonderen Platz ein. Er eignet sich wie kaum eine andere Pflanze perfekt zur Begrünung von Bauteilen.

Damit jedoch keine Schäden an der Bausubstanz durch den schnell wachsenden und schweren Schlinger entstehen, sind entsprechende Rankhilfen anzubauen. Die stabilen und nach Möglichkeit stabartigen Rankhilfen geben dem Knöterich die gewünschte Wuchsbreite und –Höhe vor. Auszusparen sind insbesondere empfindliche Bauteile wie Rohre, Blitzableiter, Mauerwerk und Dachziegeln, damit der Schlingknöterich hier keinen Schaden anrichten kann. In der näheren Umgebung des Knöterichs sollten keine anderen Kletterpflanzen wie Waldreben oder Efeu wachsen. Eine Mischbegrünung empfiehlt sich nämlich nicht, weil der Starkschlinger alle anderen Pflanzen schnell verdrängt. Man sollte im Vorfeld also genau überlegen, wohin man im Garten den Knöterich setzt.

Findet man jedoch eine geeignete Stelle, kann man sich schon bald über die dichte Laubmattenbildung der Kletterpflanze freuen. Unansehnliche Bereiche im Garten verschwinden hinter den grünen Blättern und das unglaublich schnell. Wenn der Knöterich dann noch in den Sommermonaten weiß blüht, entfaltet er seine volle Pracht. Schlingknöterich ist pflegeleicht und verträgt – wenn es sein muss – sogar einen Radikalschnitt. Ansonsten kommt er auf den meisten Böden zurecht und kann an vollsonnigen, halbschattigen oder schattigen Stellen im Garten wachsen.