Um Grünabfälle wie Äste, Wurzeln oder Stauden zu zerkleinern und daraus Mulch oder Kompostmaterial herzustellen, nutzen immer mehr Gartenbesitzer einen Häcksler. Für den Einsatz in Gärten haben sich zwei Typen bewährt: der Messerhäcksler und der Walzenhäcksler.
Messerhäcksler zerschneiden Zweige in kleine, gleichmäßige Stücke. Der auf diese Weise zerschredderte Gartenabfall dient in erster Linie zur Gewinnung von Mulch, um den Boden abzudecken. Die Funktion von Walzenhäckslern basiert auf einem anderen Prinzip. Das Schnittgut wird in die Walze eingezogen und von dieser zerdrückt bzw. zermahlen. Das so erzeugte Material verrottet leichter und kann zum Kompostieren verwendet werden, ist aber als Mulch weniger gut geeignet. Äste können von der Walze besonders gut eingezogen werden, bei weichem Material wie Staudenreste oder Wurzeln stößt der Walzenhäcksler aber schneller an seine Grenzen als der Messerhäcksler, der vor allem weiche Gartenabfälle gut zerkleinern kann. Dafür müssen aber die Messer dieses Häckslertyps relativ oft nachgeschliffen werden. Sie stumpfen besonders schnell ab, wenn häufig Äste zerschreddert werden.
Beachtung finden sollte darüber hinaus die Motorleistung eines Gartenhäckslers. Ist der Motor nicht stark genug, neigt das Gerät schneller zum Verstopfen, wenn dickere Äste zerkleinert werden sollen. Es gibt Häcksler für den Einsatz in Privatgärten, die mit Wechselstrom oder mit Drehstrom betrieben werden. Drehstrommotoren nehmen es auch mit stärken Ästen auf, können aber nicht in jedem Garten verwendet werden, da sie einen Starkstromanschluss erfordern. Häcksler mit Verbrennungsmotoren sind zwar sehr leistungsstark, ihre Anschaffungskosten sind aber hoch, so dass sie eher im gewerblichen Bereich Verwendung finden.
Eingetragen am: Donnerstag, 02. September 2010 | Kategorie: Gartengeräte.