Aufgrund schwindender Ressourcen gehört den regenerativen Energiequellen die Zukunft. Zu den langfristig nutzbaren Energiequellen zählt auch die Erdwärme bzw. Geothermie. Dabei wird die in der Erdkruste enthaltene Wärme entzogen und nutzbar gemacht. Dies geschieht auf verschiedene Weise, zum Beispiel in Form von direkter Nutzung der Erdwärme zum Heizen und Kühlen – oftmals in Verbindung mit Wärmepumpen. Auch eine indirekte Nutzung ist möglich, wenn in Geothermiekraftwerken die Erdwärme in Strom umgewandelt wird. Zum Beheizen von Gebäuden wird die Wärme der Erde schon oft genutzt. Die Stromerzeugung durch Geothermie steckt im Gegensatz dazu noch in den Kinderschuhen.
Um die Energiequelle zu Heizzwecken zu erschließen, sind technische Anlagen wie Erdwärmesonden notwendig. Die Sonden müssen in vertikalen, manchmal auch schrägen Bohrungen im Untergrund installiert werden. Wichtiger Bestandteil im Sondenkreislauf ist die Wärmeträgerflüssigkeit. Diese Flüssigkeit nimmt die in der Erde gespeicherte Wärme auf. Durch Wärmetauscher wird der Trägerflüssigkeit Wärme entzogen. Um die Temperatur noch zu erhöhen und die Geothermie zu Heizzwecken verwenden zu können, ist es häufig erforderlich noch eine Wärmepumpe einzusetzen.
Während Erdwärmesonden in Bereichen von acht bis circa zweihundert Metern Tiefe zum Einsatz kommen, werden Erdwärmekollektoren in Tiefen von nur bis zu zwei Metern verlegt. Erforderlich für die Installation dieser horizontal verlegten Rohrsysteme sind ausreichend große Flächen. Erdwärmesonden benötigen im Gegensatz dazu nur wenig Platz.
Eingetragen am: Donnerstag, 02. September 2010 | Kategorie: Technik.