Nach Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es 2006 in Deutschland 8 Millionen Diabetes-Erkrankte. Diese erschreckend hohe Zahl wird bis zum Jahr 2010 auf 10 Millionen Patienten ansteigen, auffällig ist dabei der hohe Prozentsatz der Typ-2-Diabetiker, die 95% der Erkrankten ausmachen. Diese Form der Zuckerkrankheit, auch Alterszucker genannt, wird erfahrungsgemäß durch Fehlernährung und Bewegungsmangel ausgelöst und ist in sämtlichen westlichen Industrienationen auf dem Vormarsch. Bei den Betroffenen stellt die Bauchspeicheldrüse schleichend die Insulinproduktion ein, bis die typischen Symptome der Diabetes-Erkrankung, wie Müdigkeit, übermäßiger Durst, körperliche Erschöpfung und häufiges Wasser lassen, deutlich zu Tage treten.
Diabetes-Therapie
Diabetes mellitus ist bislang nicht heilbar und wird mit oralen Antidiabetika oder der regelmäßigen Injektion von Insulin behandelt . Bei Typ-2-Diabetikern kann der entgleiste Stoffwechsel im Einzelfall durch die strikte Einhaltung einer Diät und regelmäßige sportlicher Betätigung wieder normalisiert werden. Bei den meisten Patienten wird jedoch die Einnahme von Antidiabetika erforderlich, welche unter anderen die Bauchspeicheldrüse anregen mehr Insulin zu produzieren. Erst wenn sich der Blutzucker nicht langfristig auf ein gesundes Maß senken lässt, müssen die Patienten Insulin durch regelmäßige Injektionen zuführen.
Blutzuckerselbstkontrolle mit dem Blutzuckermessgerät
Jeder Diabetiker benötigt zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels ein Blutzuckermessgerät, das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Die kleinen handlichen Geräten haben sich technisch stetig weiterentwickelt und erlauben die schmerzarme und schnelle Blutentnahmen an der Fingerbeere und alternativen Teststellen, wie dem Unterarm oder dem Handballen. Mittlerweile genügt ein winziger Blutstropfen von ca. 1 Mykroliter, um verlässliche Messwerte zu ermitteln. Automatische Stechhilfen mit hauchdünnen Lanzetten erleichtern die Blutentnahme, die nur noch einen unmerklichen Pieks verursacht.
Eingetragen am: Montag, 05. Juli 2010 | Kategorie: Gesundheit.