FSME – die vier Buchstaben stehen für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine gefährliche Viruserkrankung, die schlimmstenfalls bleibende neurologische Schäden verursachen kann. Sehr selten sterben Menschen auch an einer Meningoenzephalitis. Als Erreger der Erkrankung gelten FSME-Viren, die hauptsächlich von Zecken übertragen werden.

Allerdings ist nicht jede Zecke mit dem Virus infiziert und nicht alle, die von infizierten Zecken gestochen wurden, bekommen auch FSME. FSME-Erkrankungen verlaufen meist in zwei Phasen. Drei bis 28 Tage nach dem Zeckenstich treten bei vielen Betroffenen Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Die FSME kann daher leicht mit einer Sommergrippe verwechselt werden. Nicht immer müssen jedoch Symptome auftreten. Die erste Phase beträgt nur maximal vier Tage. Für einen Großteil der Betroffenen endet danach die Erkrankung. Nur circa zehn Prozent der Patienten wechseln in die zweite Phase über.

Diese Phase ist ernster zu nehmen, denn das Virus befällt das Zentralnervensystem. Inwieweit sich die Krankheit weiter entwickelt, hängt von den jeweils betroffenen Teilen des Nervensystems ab. So können sich die Hirnhäute entzünden (Meningitis bzw. Meningoenzephalitis) oder auch das Hirngewebe (Enzephalitis). Höchst selten versterben Menschen infolge von FSME, allerdings betrifft dies vor allem Personen im höheren Lebensalter. Mit FSME infizierte Zecken kommen mancherorts gehäuft vor. Diese Regionen werden als Risikogebiete bezeichnet. Menschen, die sich viel im Freien aufhalten und in Risikogebieten zu Hause sind oder dort Urlaub machen, wird eine vorbeugende FSME-Impfung dringend empfohlen.

Die ebenfalls durch Zecken übertragene Borreliose erkennt man an der typischen kreisrunden rötlichen Verfärbung der Haut, gegen sie gibt es bisher keine Impfung.

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Eingetragen am: Donnerstag, 02. September 2010 | Kategorie: Krankheiten.