Keilrahmen sind Rahmengestelle von rechteckiger Form, deren Holzleisten aus Weichhölzern, zum Beispiel aus Fichte, Kiefer oder Tanne, hergestellt werden. Für das Bemalen von Leinwänden oder Baumwolle mit Ölfarben sind Keilrahmen unerlässlich. Die Leinwände erhalten nämlich durch die Rahmenkonstruktion erst die notwendige Spannung. Damit sich die Rahmen später nicht verziehen oder sogar auseinander brechen, sollten sie aus gut getrocknetem Holz bestehen.
Der Zusammenbau eines Keilrahmens ist relativ einfach. Die vier Holzleisten müssen nur zusammengesteckt werden. Dazu sind sie an ihren Enden mit Nuten und Zapfen versehen. Ist der Keilrahmen fertig montiert, kann die Leinwand aufgebracht und anschließend an der Rückseite befestigt werden. Damit die Künstlerleinwand richtig straff auf dem Rahmen liegt, können zusätzlich in die Eckverbindungen Holzkeile geschoben werden. Aus diesem Verfahren resultiert auch der Name Keilrahmen für diese spezielle Holzkonstruktion.
In Geschäften, die sich auf den Verkauf von Künstlerbedarf spezialisiert haben, sind Keilrahmen-Bausätze erhältlich. Es werden aber auch fertige Rahmen mit bereits fixierter Leinwand in verschiedenen Profilbreiten und –tiefen angeboten. Ab einer bestimmten Größe sind in Keilrahmen noch extra Verstrebungen eingesetzt, um den bestmöglichen Halt des Rahmens zu gewährleisten. Bespannte Keilrahmen können ohne vorbereitende Maßnahmen sofort bemalt werden und erfreuen sich deshalb bei vielen Künstlern großer Beliebtheit. Neben Holzkeilrahmen werden inzwischen auch Alu-Keilrahmen angeboten. Sie besitzen stabile Profile aus Aluminium und eignen sich besonders für sehr große Formate von bis zu sechs Metern Länge.
Eingetragen am: Dienstag, 10. Februar 2009 | Kategorie: Kunst.