Wer glaubt, dass Golfball gleich Golfball ist, der irrt gewaltig. Schließlich sind Beschaffenheit und Größe eines Golfballs in den Golfregeln genau definiert. So darf ein Golfball keinen kleineren Durchmesser als den von 42,67 Millimetern haben, wobei es keine Beschränkung nach oben gibt. Viele Golfsportler bevorzugen kleine Bälle, da diese durch einen verringerten Luftwiderstand weiter fliegen als größere. Bei der Zusammenstellung der Golfausrüstung sollte man  sich also nicht nur um Golfbag und Golfschuhe kümmern, sondern sich auch gut über die verschiedenen Arten von Golfbällen informieren.

Übergroße Golfbälle werden auch gern eingesetzt, weil sich mit ihnen eine gerade Flugbahn erzielen lässt und Links- oder Rechtskurven eher selten der Fall sind. Jedoch haben übergroße Bälle auch den Nachteil, dass sie einen höheren Luftwiderstand aufweisen und verbunden damit weniger Weite erzielen. Auch in Sachen Gewicht gibt es Regeln, die das Höchstgewicht bei 45,93 Gramm festlegen. Nach unten sind keine Limits gesetzt, wobei ein schwerer Ball meist auch weiter fliegt, da sich der Impuls vergrößern kann.

Golfbälle sind nicht etwa glatt, sondern mit einer Vielzahl an Dellen, die auch Dimples genannt werden, ausgestattet. Der Winkel des Schlägerkopfes nimmt Einfluss auf die Rotation nach dem Abschlag, um die Richtung zu stabilisieren. Die spezielle Oberflächenstruktur eines Golfballes in Kombination mit der Rotation, bestimmt letztendlich einen Auftrieb oder eine seitliche Rotation und kann auf diese Weiter fliegen, als dies mit einer glatten Oberfläche der Fall wäre. Der Druckwiderstand auf dem Golfball wird durch die Dimples verringert und dies um nahezu 50 Prozent. Dies hat zur Folge, dass der Golfball bis zu viermal weiter fliegen kann. Jedoch nimmt das Können des Golfers auch einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Weite nach dem Abschlag. Grundsätzlich setzen sich Golfbälle aus einer Kunststoffschale zusammen, die mit unterschiedlichen Kernen ausgestattet sind. Waren es in der Vergangenheit Hartgummikerne, werden heute zunehmend auch Mehrschichtkerne eingesetzt. Das Äußere eines Golfballes nimmt immer Einfluss auf die Haltbarkeit, wobei die Härte und die Dicke der Schale variieren.

Wer, insbesondere als Anfänger, an Kosten für Golfbälle einsparen will, kann auf die preisgünstige Variante, die Lakeballs zurück greifen, die im Grunde nichts anders sind als herkömmliche Golfbälle, die überarbeitet wurden. Diese aufgearbeiteten gebrauchten Golfbälle sind weitaus günstiger zu haben als „normale“ Golfbälle und damit auch für preisbewusste Golfanfänger gut geeignet. Generell sollte man die Golfbälle auch auf den Golfschläger abstimmern, so erzielt man mit ein bißchen Übung die besten Ergebnisse beim Golfen.

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Eingetragen am: Donnerstag, 06. Mai 2010 | Kategorie: Sportgeräte.