Gartenfachmärkte, Landwirtschafts- und Forstbetriebe ebenso wie private Gartenbesitzer beziehen ihren Bedarf an Gehölzen wie Sträucher, Bäume, Rosen, Obstbäume oder Forstpflanzen aus so genannten Baumschulen. Baumschulenbetriebe kultivieren erwerbsmäßig auf eigens dafür vorgesehenen Anbauflächen die verschiedensten Zier-, Forst- und Obstgehölze. Die Pflanzen bleiben so lange in der Baumschule, bis sie eine bestimmte Größe erreicht haben und dann an Wiederverkäufer wie Gartenfachmärkte oder an Endnutzer verkauft werden. Die Baumschulenmitarbeiter sind auch für die Vermehrung und Veredlung ihrer Pflanzen zuständig.

Bis Gehölze bereit für den Verkauf sind, können teils Jahre vergehen. Während ihrer Entwicklung müssen die Pflanzen auch öfters umgepflanzt werden. Dies wird als Verschulen bezeichnet. Mit dem Umpflanzen wird ein bestimmtes Ziel verfolgt, denn dadurch wird der Wurzelballen des Strauches oder Baumes in vertretbarer Größe gehalten, so dass das Gewächs an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden kann.

Das Sortiment in Baumschulen ist sehr groß. Es werden mehr als zweihunderttausend verschiedene Pflanzen kultiviert und den Käufern angeboten. Einige Baumschulenbetriebe haben sich auf den Anbau bestimmter Gehölze spezialisiert, zum Beispiel ausschließlich auf Forstgehölze oder auf Obstgehölze. Verkauft werden sowohl sehr junge Pflanzen als auch sehr große Bäume für Parks oder Alleen. Baumschulen haben eine lange Tradition. Die älteste deutsche Baumschule in Berlin existiert schon fast dreihundert Jahre lang. Eine Sonderstellung nehmen so genannte Rasenschulen ein. Hier wird Rasen kultiviert und gepflegt, geerntet, gerollt und dann an den Käufer ausgeliefert.

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Eingetragen am: Freitag, 07. Mai 2010 | Kategorie: Pflanzen.