Baumschulen sind wichtige Produktionsbetriebe. Sie stellen Zier-, Forst- und Obstgehölze für Gartenbau, Forst- und Landwirtschaft sowie für private Nutzer zur Verfügung. Die unterschiedlichsten Pflanzen gehen aus einer Baumschule hervor – vom kleinen Sämling bis hin zum großen Baum. Für Baumschulenmitarbeiter eröffnet sich ein breites Tätigkeitsfeld. Sie übernehmen die Bearbeitung des Bodens, pflanzen Gehölze und pflegen sie und sorgen für die Pflanzenvermehrung. Ebenso stehen Verkauf und Kundenberatung auf dem Programm.
Es gibt sehr große Baumschulenbetriebe, aber auch kleinere, als Familienbetrieb geführte Unternehmen mit Anbauflächen von nur wenigen Hektar. Wurden früher vergleichsweise häufig Pflanzenschutzmittel in Baumschulen eingesetzt, so steht heute eine schonende Produktion im Mittelpunkt. Die meisten Baumschulen hierzulande senken den Verbrauch an Herbiziden oder Fungiziden und greifen zu alternativen Schutzmaßnahmen. Zum Beispiel erfolgt die Unkrautbekämpfung immer öfter mechanisch. Gedüngt wird bedarfsgerecht, wobei auf Qualität anstelle von Quantität gesetzt wird. Deutlich weniger chemische Pflanzenschutzmittel werden in Baumschulen benötigt, wenn man sich für die Produktion von einheimischen, widerstandsfähigen Arten entscheidet. Deshalb werden immer öfter solche robusten Gewächse und Gehölze oder weniger anfällige Rosensorten kultiviert.
Ausgebildete Gärtnerinnen und Gärtner der Fachrichtung Baumschule finden nicht nur in Baumschulen ihr Betätigungsfeld, sondern können auch im Garten- und Landschaftsbau oder in Gartencentern arbeiten. Einige sind auch in Zoos oder botanischen Gärten sowie in öffentlichen Parkanlagen tätig.
Eingetragen am: Freitag, 07. Mai 2010 | Kategorie: Gewerbe.