Wer einmalig oder regelmäßig Geldbeträge anlegen möchte, ohne auf das wenig Zinsen bringende, konventionelle Sparbuch zurückgreifen zu müssen, für den empfiehlt sich eine Investition in Fonds. Das Geld vieler Anleger wird "gesammelt" und von einem professionellen Fondsmanager verwaltet, der das Geld der Anleger in viele Finanzanlagen investiert.

Noch vor wenigen Jahren kauften Anleger Fonds fast ausschließlich bei Banken und freien Finanzdienstleistern. Derjenige, der Wert auf eine umfassende Beratung legt, sollte den Weg zur Hausbank antreten, vorausgesetzt, dass dort entsprechend leistungsfähige Fonds zur Verfügung stehen. Denn Hausbanken wollen in erster Linie nur Produkte ihrer eigenen Kapitalanlagegesellschaften an den Mann bringen und bieten, meist erst auf Nachfrage, Fonds anderer Gesellschaften an. Viele Banken und Sparkassen führen gar ausschließlich die eigenen Fonds in ihrem Angebot und es besteht keine Möglichkeit, Fremdfondsanteile zu erwerben. Daher macht es immer Sinn, unabhängige Informationen in Form von Fondsvergleichen einzuholen.

Zu den angebotenen Standardfonds gehören Renten-, Aktien-, gemischte und Immobilienfonds.
Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen, Anleihen staatlicher und internationaler Organisationen, sowie Industrieanleihen.

Aktienfonds legen das Geld in deutsche, europäische oder weltweite Aktien an. Dabei gibt es Fonds, die in bestimmte Länder oder Regionen oder nur in Werte bestimmter Branchen anlegen.

Als eine beliebte Anlageform haben sich gemischte Fonds erwiesen. Diese investieren ihr Geld außer in Aktien auch in festverzinsliche Wertpapiere. Schwerpunktmäßig wird dabei in Wachstumsfonds mit dem Anlageschwerpunkt auf Aktien oder Renditefonds mit dem Anlageschwerpunkt auf Renten angelegt.

Bei den offenen Immobilienfonds wird das Vermögen der Anleger in Immobilien, Gewerbegrundstücke und Beteiligungen in- und ausländischer Grundstücksgesellschaften angelegt. Im Gegensatz zu geschlossenen Immobilienfonds kann man seine Fondsanteile jederzeit kaufen und verkaufen.

Geldmarktfonds, die erst seit dreizehn Jahren in Deutschland zugelassen sind, ermöglichen, das bei einer Kapitalanlagegesellschaft angelegte Vermögen in Geldmarktinstrumente wie Schuldscheindarlehen und verzinsliche Wertpapiere an zulegen, deren verbleibende Laufzeit höchstens zwölf Monate beträgt.

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Eingetragen am: Donnerstag, 18. Januar 2007 | Kategorie: Finanzen.