Bei einer Standheizung handelt es sich um einen Wärmeerzeuger für Fahrzeuge, der gänzlich unabhängig vom eigentlichen Motor betrieben werden kann. Dieses Heizsystem wird nicht wie das handelsübliche Warmgebläse während der Fahrt verwendet, sondern dient zur Warmluftzufuhr bereits vor Antritt der Reise. Eine Aktivierung kann hierbei durch eine Zeitschaltuhr, Fernbedienung oder wie bei neueren Modellen über das Handy gesteuert und vorprogrammiert erfolgen.

Aber welchen Vorteil bringt eine Investition in eine Standheizung dem Nutzer? Neben dem bequemen Abtauen der Fensterscheiben, was besonders im Winter das lästige Kratzen erspart, dient sie zugleich der Steigerung des Wohlfühlfaktors für den Nutzer bei Fahrtantritt. Auch der bereits vorgewärmte Motor ermöglicht dem Fahrzeug einen schonenderen Startvorgang und bedeutet auch damit einen niedrigeren Emissionsausstoß und gerade an den kalten Tagen weniger Spritverbrauch. Neben den PKWs kommen Standheizungen zudem bei Lastkraftwagen und Wohnmobilen zum Einsatz. Grundsätzlich kann man zwischen vier verschiedenen Modellen von Standheizungen unterscheiden. Die gängigste Variante kommt vor allem im PKW zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein System, dass ähnlich wie der Ottomotor mit einer kleinen Verbrennungseinheit arbeitet und wie ein Standartgebläse Wärme abgibt. Das zweite Modell findet häufig in LKWs Anwendung. Die in der Fahrgastzelle montierte Gebläseheizung dient einzig zur Erwärmung des Innenraums. Das dritte Modell wird gänzlich elektrisch betrieben.

Jedoch entsteht hierbei eine deutliche Verzögerung des Heizvorgangs. Darüber hinaus gibt es noch das elektrische und das wasserbasierte Modell. Beide Typen finden jedoch eher selten im PKW Anwendung, da insbesondere die zweite Variante bedeutend komplizierter und kostenintensiver ist.