Was ist eigentlich Ökostrom? Ökostrom ist ein Energieprodukt, das ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Weder fossile Energieträger wie Kohle oder Erdöl werden dabei genutzt noch Atomkraft. Ökostrom, auch als grüner Strom bezeichnet, wird nur aus Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, aber auch Erdwärme, Biogas oder Biomasse gewonnen. Hauptsächlich kommen derzeit zur Erzeugung von ökologischem Strom Kleinwasserkraftwerke und Windkraftanlagen zum Einsatz.
Es gibt gute Gründe, den Stromanbieter zu wechseln und sich für den Bezug von Ökostrom zu entscheiden, obwohl dieser meist teurer ist als Strom, der nicht auf ökologisch vertretbare Weise produziert wird. Die wichtigsten Aspekte, die bei einer Entscheidung für grünen Strom eine Rolle spielen, sind sicherlich der Klimaschutz und die Ablehnung der Kernenergie. Je mehr Ökostrom erzeugt wird, desto weniger Strom wird auf nicht nachhaltige Weise produziert.
Energieunternehmen in der Schweiz bieten Stromprodukte an, die auf dem Aufpreismodell basieren. Aufpreismodell bedeutet, dass Verbraucher einen höheren Strompreis zahlen. Mit den sich dadurch ergebenden Differenzbeträgen werden spezielle Projekte zur Erzeugung von Strom aus erneuerbarer Energie gefördert. Verbraucher haben darüber hinaus die Möglichkeit, jährlich einen bestimmten Geldbetrag zu spenden und können selbst entscheiden, welche Form der erneuerbaren Energiegewinnung unterstützt werden soll, zum Beispiel Windkraft, Solarenergie oder Kleinwasserkraft. Immer mehr Elektrizitätsbetriebe stellen Strommischungen bereit, die auch Ökostrom enthalten. Es gibt bereits Anbieter, die ihre Kunden ausschließlich mit ökozertifiziertem Strom versorgen.
Eingetragen am: Mittwoch, 28. Januar 2009 | Kategorie: Ökologie.