Innovative Mulchfolie besteht heute nicht mehr aus Kunststoff, sondern wird auf der Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt. So ist beispielsweise Mulchfolie aus Maisstärke erhältlich, die vollständig biologisch abbaubar und kompostierbar ist. Wann sich die Folie selbst abbaut, ist abhängig von Parametern wie Art des Bodens, Feuchtigkeit oder Temperatur. In der Regel dauert es circa vier Monate, bis die Mulchfolie durch Mikroorganismen im Boden, durch Einfluss von Sauerstoff, Wärme und Feuchtigkeit abgebaut wird, ohne dass schädliche Rückstände den Boden beeinträchtigen.
Eingesetzt werden Mulchfolien traditionell im Gartenbau, sie können aber als Alternative zu losem Rindenmulch auch auf Blumen- und Kräuterbeeten Verwendung finden. Wenn vor dem Ausbreiten der Folie Unkraut gründlich entfernt wird, kann die Mulchfolie das Unkrautwachstum und die Verbreitung von Unkräutern wirkungsvoll eindämmen. Die Erde unterhalb der Folie bleibt locker, warm und feucht. Man benötigt weniger Wasser zum Gießen der Gartenpflanzen, weil es kaum zur Verdunstung kommt. Die Pflanzen wachsen schneller und sind schneller erntebereit. Erträge lassen sich auf diese Weise erhöhen.
Die Mulchfolie sorgt dafür, dass der bedeckte Boden um durchschnittlich zwei Grad Celsius wärmer ist als die Umgebungsflächen. Vor allem wenig humose und lehmhaltige Böden sollten mit Mulchfolie abgedeckt werden, denn dadurch kann ihre Ertragskraft gesteigert werden. Hobby- und professionelle Gärtner haben derzeit die Wahl zwischen Biofolie und Kunststofffolie. Zwar ist biologisch abbaubare Mulchfolie in der Anschaffung teurer, doch muss sie nach der Ernte nicht aufwändig gereinigt und entsorgt werden, was zur Kostenersparnis beiträgt.
Eingetragen am: Montag, 08. März 2010 | Kategorie: Gärtnern.