Übermäßig starkes Zähneknirschen oder Bruxismus tritt vorwiegend in der Nacht auf. Betroffene mahlen im Schlaf mit den Zähnen oder pressen sie fest aufeinander. Dadurch können ernsthafte Schädigungen der Zähne, des Kiefers und der Kaumuskulatur entstehen. Nicht immer tritt Bruxismus allerdings nur in der Nacht auf. Auch am Tage, besonders bei großer Anspannung, mahlen manche Menschen mit den Zähnen.
Als Ursache für das Zähneknirschen wird Stress gesehen. Die Stressverarbeitung erfolgt im Schlaf, angespannte Kaumuskeln entladen sich dabei durch das Pressen und Mahlen mit den Zähnen. In Einzelfällen stecken auch Krankheiten des Zahnhalteapparates oder andere Erkrankungen dahinter, aber in der Regel ist Stress für das Knirschen mit den Zähnen verantwortlich. Das Phänomen ist innerhalb der Bevölkerung weit verbreitet, vor allem Frauen knirschen während des Schlafs viel mit den Zähnen.
Durch das Knirschen wird Abrieb an den Zähnen erzeugt, in besonders schweren Fällen können sich sogar die Zähne lockern. Andere Symptome sind Verspannungen von Rücken, Hals und Gesicht am Morgen, schmerzhafte Zähne und Kiefergelenke oder Kopfschmerzen, denn beim Zähneknirschen werden starke Kräfte entwickelt. Zahnärzte bemerken bei der regelmäßigen Untersuchung Beschädigungen als Folge übermäßigen Knirschens und Mahlens. Meist kommt bei betroffenen Patienten eine spezielle Aufbissschiene aus Kunststoff zum Einsatz. Diese Schutzschienen werden nachts auf Ober- und Unterkiefer gesetzt, beeinträchtigen jedoch nicht beim Schlafen und helfen, weiteren Schäden an den Zähnen und am Zahnhalteapparat vorzubeugen.
Eingetragen am: Montag, 22. Februar 2010 | Kategorie: Zahnarzt.