Eine Zahnimplantation gilt als risikoarmer Routineeingriff. Jedoch kann es – wie bei jeder anderen Operation auch – zu Komplikationen kommen. Während des Eingriffs ist zum Beispiel eine Nervverletzung nicht immer auszuschließen. Die Folge für den Patienten ist dabei ein möglicherweise anhaltendes Taubheitsgefühl im Bereich der Lippen und des Kinns an der betroffenen Seite. Erfolgt die Implantatbehandlung nur im vorderen Bereich des Unterkiefers, kommt es nicht zur Gefährdung des Nervs. Die meisten Operateure besitzen große Erfahrungen bei der Zahnimplantation und können eine solche Komplikation vermeiden.
Während der Operation werden zwangsläufig die umgebenden Weichteile mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch kommt es zu Blutungen, gegebenenfalls auch zu größeren Blutergüssen und Schwellungen. Diese Probleme klingen nach relativ kurzer Zeit wieder ab und hinterlassen keine nachhaltigen Schäden. Normal ist ebenfalls, dass in den ersten Stunden oder Tagen nach der OP Schmerzen auftreten, die mit den üblichen Schmerzmitteln behandelt werden.
Zu den Frühkomplikationen nach einem Eingriff gehören auch Wundheilungsstörungen und Wundinfektionen. Sie werden besonders gefürchtet, da sie unter Umständen den Verlust des Implantats zur Folge haben können. Implantatverluste treten aber vergleichsweise selten auf und meist ist danach eine erneute Implantation möglich. Spätkomplikationen entstehen ausgesprochen selten. Alles in Allem ist die Zahnimplantation kaum mit gesundheitlichen Risiken für den Patienten verbunden. Die Erfolgsquote ist sehr hoch und Implantate sind langlebig, weshalb sich viele Patienten für eine Implantatbehandlung entscheiden.
Eingetragen am: Samstag, 10. Januar 2009 | Kategorie: Zahnarzt.