Nicht nur Menschen benötigen zur Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit täglich bestimmte Mengen an Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen. Gleiches trifft auch auf Tiere zu. Deshalb werden in der Tiernaturheilkunde zunehmend Schüssler Salze genutzt, die leicht anzuwenden sind und keine unerwünschten Nebenwirkungen beim Tier hervorrufen.

Dabei erfolgt die Darreichung der Mineralien ähnlich wie beim Menschen. So ist es beispielsweise möglich, Schüssler-Tabletten in Wasser aufzulösen und sie dem Futter von Haus- oder Nutztieren hinzu zu fügen. Da die Pastillen über einen gewissen Milchzuckergehalt verfügen, können sie auch direkt verfüttert werden. Die Tiere nehmen sie aufgrund des süßlichen Geschmacks gern auf. Hinsichtlich der Dosierung bestehen Unterschiede, abhängig von der Größe der Tiere. Bei kleinen Haustieren, zum Beispiel Katzen, genügt in der Regel eine halbe Tablette pro Anwendung. Großtieren wie Pferden können mehrere Tabletten pro Anwendung verabreicht werden.

Die Biochemie nach Schüssler gilt als eine sehr sanfte Behandlungsmöglichkeit und ist deshalb auch hervorragend für Tiere geeignet. Tierhalter sollten allerdings bedenken, dass bei schwer wiegenden gesundheitlichen Problemen eine Selbstmedikation wenig sinnvoll ist und dass in diesen Fällen der Tierarzt aufgesucht werden muss. Bei leichteren Beschwerden und zur vorbeugenden Behandlung können aber Schüssler Salze zum Einsatz kommen. Bisher wurden über achthundert verschiedene Anwendungsgebiete und Krankheiten beschrieben, bei denen eine Behandlung mit Schüssler Salzen infrage kommt, unter anderem bei Zahn- oder Stoffwechselproblemen und nach Knochenbrüchen.