Eine moderne Form des Heizens mit oft sehr hohem Wirkungsgrad stellt die Brennwerttechnik dar. Brennwertkessel werden in Warmwasserheizungen eingesetzt. Dabei wird der jeweilige Brennstoff fast vollständig genutzt, denn außer der Verbrennung des Energieträgers wird auch die Kondensationswärme des Wasserdampfs in den Abgasen zu Heizzwecken verwendet.

Bei herkömmlichen Heizsystemen entweichen die Abgase ungenutzt durch den Schornstein. Anders verhält es sich bei der Brennwerttechnik, die auch die Kondensationswärme nutzt. Brennwerttechnik gilt als besonders effiziente Heizungsform, denn mit ihrer Hilfe kann der Brennstoffverbrauch teils deutlich verringert werden. Das schlägt sich auch in reduzierten Betriebskosten nieder. Durch optimale Brennstoffnutzung entlasten Brennwertheizkessel auch die Umwelt, denn es werden weniger Schadstoffe an die Umgebung abgegeben.

Vielfach wird Brennwerttechnik bei Öl- und Erdgasheizungen eingesetzt. Wird beispielsweise Erdgas im Heizsystem verbrannt, entsteht aus dem im Gas enthaltenen Wasserstoff und dem aus der Verbrennungsluft stammenden Sauerstoff heißer Wasserdampf. Brennwertgeräte kühlen diesen Wasserdampf so weit ab, dass er kondensiert, das heißt wieder zu Wasser wird. Die Energie des Wasserdampfes wird zum Heizen genutzt, also verwertet.

Zunächst verursacht die Investition in moderne Brennwerttechnik relativ hohe Kosten. Trotzdem macht sich die Anschaffung im Laufe der Zeit bezahlt, denn Energiekosten in beträchtlicher Höhe können eingespart werden. Voraussetzung für einen hohen Wirkungsgrad der Anlage ist aber eine optimale Einstellung sowie eine regelmäßige Kontrolle der Technik.

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Eingetragen am: Sonntag, 31. Januar 2010 | Kategorie: Haustechnik.