In den dunklen und kalten Herbst- und Wintermonaten leiden viele Menschen unter bestimmten Symptomen: Sie fühlen sich müde und antriebslos, erschöpft, leiden unter Schlafstörungen und haben häufiger Stimmungstiefs als im Sommer. Verstärkt kommt es zu saisonal bedingten Depressionen, den so genannten Winterdepressionen. Ursache für den Winterblues und noch andere Störungen ist oft der Mangel an Tageslicht, denn durch Licht wird die Ausschüttung zahlreicher Hormone stimuliert, die für unser Wohlbefinden verantwortlich sind.

Viele Menschen halten sich heutzutage zu wenig im Freien auf und können daher nicht die für den Organismus so wichtige, täglich benötigte Lichtmenge aufnehmen. Deshalb werden verstärkt Lichtduschen genutzt, die eine ähnliche Wirkung auf den Körper haben wie normales Tageslicht. Bei der Lichttherapie setzt künstliches Licht, das auf die Augen wirkt, Reize, die zur Hormonausschüttung führen. Um einen bestmöglichen Effekt zu erzielen, ist Licht in ausreichender Beleuchtungsstärke notwendig. Die Lichtintensität sollte mindestens zweitausendfünfhundert Lux betragen.

Täglich eingesetzt können Lichtduschen zu einer Besserung des Befindens führen. Untersuchungen belegen, dass die optimale Zeit für eine Lichttherapiesitzung der frühe Morgen ist. Gleich nach dem Aufstehen bringen Lichtduschen die besten Resultaten. Dabei behindert die Lichtdusche niemanden bei den gewohnten morgendlichen Tätigkeiten. Wichtig ist zwar, dass das Licht auf die Netzhaut des Auges fällt. Es ist aber nicht notwendig, ständig in die Lichtquelle zu schauen. Nebenbei kann man ohne weiteres lesen oder anderen Beschäftigungen nachgehen.