Die Erwärmung von Gebäuden kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Möglich ist beispielsweise auch das Heizen mit Strom, wie dies bei Elektroheizungen der Fall ist. Elektrogebäudeheizungen sind teils günstig in der Anschaffung, sie verursachen nur niedrige Installationskosten und erfordern keine aufwändige Wartung. Dafür ist ihr Gesamtwirkungsgrad eher gering, denn es muss dabei auch die Stromerzeugung berücksichtigt werden. Der Betrieb einer Elektroheizung ist mit teils hohen Kosten – abhängig von den aktuellen Strompreisen – verbunden. Außerdem fallen die Belastungen der Umwelt bei der Erzeugung von Strom negativ ins Gewicht. Denn noch immer wird die benötigte elektrische Energie auch von Kohle- und Atomkraftwerken bereitgestellt.
Bekannte Elektroheizungen sind beispielsweise die Infrarotheizung oder auch die Flächenheizung. Letztere kommt in Form von Wand-, Decken- und Fußbodenheizungen in Wohngebäuden zum Einsatz. Fußbodenheizungen strahlen Wärme ab, erwärmen dabei aber auch im Raum befindliche Objekte wie Möbel. Vorteilhaft bei diesem Heizsystem ist, dass keine sichtbaren und Platz beanspruchenden Heizkörper im Wohnraum installiert werden müssen. Umfangreiche Installationsarbeiten – zum Beispiel Verlegen von Rohrleitungen – sind nicht erforderlich, wodurch nur relativ niedrige Installationskosten anfallen. Dem gegenüber steht allerdings der deutlich höhere Energieverbrauch als bei den mit Warmwasser betriebenen Flächenheizungen.
Eine andere Form der Elektrogebäudeheizung ist die Teilspeicherheizung. Ein Wärmespeicher, zum Beispiel aus Naturstein, wird mittels Strom erhitzt. Der Speicher strahlt die Wärme dann an die Umgebung ab. Obwohl diese Heizungen angenehme Strahlungswärme liefern, haben sie ihre Nachteile: Sie verursachen im Vergleich zu Zentralheizungen hohe Betriebskosten und sind auch nicht ungefährlich. Teilspeicherheizungen erzielen Oberflächentemperaturen von bis zu neunzig Grad Celsius. Verbrennungen können die Folge sein. Gefährdet sind vor allem in der Wohnung lebende Kinder.
Eingetragen am: Montag, 25. Januar 2010 | Kategorie: Haustechnik.