Wer plant, die eigene Terrasse aus heimischen oder tropischen Hölzern zu erbauen, hat die Qual der Wahl. Inzwischen werden Dielenbretter oder Fliesen in zahlreichen Holzarten angeboten. Bei der Entscheidung für ein bestimmtes Holz sollten Haltbarkeit, Pflegeaufwand, Anschaffungspreis, aber auch die Herkunft des Holzes eine Rolle spielen.
Terrassenbeläge aus zertifiziertem Tropenholz sind zwar vergleichsweise teuer, dafür aber auch ausgesprochen haltbar. Ein sehr beliebtes Terrassenholz ist derzeit Bangkirai. Mit seiner rötlichbraunen Färbung ist es attraktiv und es verspricht zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Es kann beispielsweise als Trägerkonstruktion direkt im Boden verankert werden. Bangkirai enthält viel natürliches Öl, wodurch es ohne jeglichen Einsatz von Chemikalien hochresistent gegenüber den diversen Witterungseinflüssen und Holzschädlingen ist. Ohne zusätzliche Imprägnierung kann auch das dunkle Massaranduba-Holz als Terrassenbelag im Freien eingesetzt werden. Massaranduba ist als eine der härtesten Holzarten bekannt und darf ebenfalls in direkten Erdkontakt kommen.
Unter den einheimischen Hölzern eignen sich insbesondere die Robinie oder Scheinakazie sowie Thermohölzer für den Terrassenbau. Die Robinie besitzt zunächst eine gelbliche Färbung und dunkelt im Laufe der Zeit zu einem attraktiven Goldbraun nach. Robinienholz wird als sehr dauerhaft eingestuft, ebenso wie Thermoholz, das Wasser abweisend und fäulnisresistent ist. Weniger gut für den Terrassenbau sind heimische Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer geeignet. Diese Holzarten gelten als wenig dauerhaft und neigen zur Splitterbildung, weshalb die Böden barfuß nicht betreten werden sollten. Fichte und Kiefer sind zwar mäßig witterungsbeständig, allerdings anfällig gegenüber Wurm-, Pilz- und Insektenbefall.
Eingetragen am: Dienstag, 16. Dezember 2008 | Kategorie: Baustoffe.