Kleine Kinder sind besonders gefährdet, sich zu vergiften, denn sie spielen gern mit unbekannten Dingen und nehmen Pflanzenbestandteile wie Beeren oder Blätter in den Mund und schlucken sie hinunter. Auch bunte Pillen reizen Kinder und laden zum Anfassen und Probieren ein. Damit die Kleinen keinen Schaden nehmen oder sogar ernstlich gefährdet werden, ist es notwendig, Chemikalien, Reinigungsmittel und Medikamente vor Kindern sicher aufzubewahren. Auch Giftpflanzen gehören nicht in eine kindersichere Wohnung bzw. in einen Garten, wo Kinder leben und spielen.
Hat das Kind eine Substanz gegessen oder getrunken, bei der Sie sich nicht sicher sind, ob sie unbedenklich ist, kann man sich zunächst beim Giftnotruf informieren.
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Vergiftung, treten oft typische Symptome auf. Anzeichen einer Vergiftung sind unter anderem Übelkeit – mitunter in Verbindung mit Durchfall und Erbrechen -, heftige und krampfartige Bauchschmerzen, manchmal Kopfschmerzen und Schwindelgefühle sowie Zittern, Bewusstseinstrübungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Vermehrter Speichelfluss, große Unruhe oder Atemprobleme weisen ebenfalls häufig auf eine Vergiftung hin.
Stellen Eltern Vergiftungssymptome fest, müssen sie sofort den Notarzt rufen. Bei aller Aufregung sollten Mütter und Väter äußerlich Ruhe bewahren und versuchen, das betroffene Kind ebenfalls zu beruhigen. Häufig werden nicht alle Pflanzenteile, Tabletten oder ähnliche Giftstoffe verzehrt. Man sollte daher die Reste aufheben und dem behandelnden Arzt zeigen. So erkennt der Mediziner gleich, welche Art von Vergiftung vorliegt. Wenn ätzende Stoffe geschluckt wurden, zum Beispiel Haushaltsreiniger, darf man auf keinen Fall Erbrechen einleiten. Es ist auch nicht ratsam, dem Kind Flüssigkeiten einzuflößen. Milch darf auf keinen Fall getrunken werden.
Eingetragen am: Mittwoch, 06. Januar 2010 | Kategorie: Medizin.