Bodenplatten werden beim Hausbau bzw. beim Errichten von Fertighäusern aus verschiedenen Gründen erstellt und ermöglichen häufig erst die Nutzung als Baugrundstück überhaupt, ohne dass es zu späteren Gebäudeschäden kommt. Oft ist der Baugrund nicht dafür beschaffen, hohe Belastungen zu tragen bzw. besteht er aus unterschiedlichen Erd- und Gesteinmassen, die bei Belastung stellenweise zum Absacken des Gebäudes führen.
Abhilfe schafft eine als Fundament erstellte die komplette Fläche erfassende Betonplatte, die aus gegossenem Beton besteht, in dem sich zur Verstärkung Stahlgitter befinden. Diese Betonplatte ebnet die Fläche und macht diese nach dem Austrocknen des Materials bebaubar.
Nachteile einer aus reinem Stahlbeton bestehenden Bodenplatte ist, dass die im Erdreich vorhandene Kälte über die Fundamente ungehindert in das Haus gelangt und dafür verantwortlich ist, dass sehr viel Energie verbraucht wird, um eine behagliche Wohnatmosphäre in den Wintermonaten entstehen zu lassen.
Eine progressive Entwicklung im Bereich Bodenplatten ist die Thermobodenplatte, die zum Ziel hat, gegen die auf der gesamten Baufläche vorhandenen klimatischen Kälteeinflüsse zu isolieren und damit eine Grundlage für Energieeinsparungen und Kostendämmung schafft, jedoch typischerweise nicht selber Wärme erzeugen muss. Eingesetzt wird sie daher besonders für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser.
Thermobodenplatten bestehen aus einer Sohlplatte, die in einem Mantel aus Kunststoffschaum liegt, der Nässe und Kälte der Oberfläche fern hält und das Haus optimal “nach unten gehend” aber auch seitlich am Sockel der Platte dämmt. Das Einsparpotenzial liegt etwa bei einem Drittel der gesamten Energiekosten, selbstredend werden die Kriterien der Energiesparverordnung erfüllt.
Erfreulich ist auch die Kostenseite der Beschaffung: Eine gedämmte Bodenplatte ist aufgrund der Materialersparnis beim Beton in der Anschaffung weniger belastend als die konventionelle Ausführung.
Eingetragen am: Montag, 11. Dezember 2006 | Kategorie: Hausbau.